Schulleiter erklärt Absagen bei der Fechenbach-Schule

Birgit Guhlke

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Für die Grundschule Asemissen ist eine Erweiterung im Gespräch, es fehlt dafür aber der Platz. - © Martin Düsterberg
Für die Grundschule Asemissen ist eine Erweiterung im Gespräch, es fehlt dafür aber der Platz. (© Martin Düsterberg)

Leopoldshöhe. Die Absagen für Leopoldshöher Schülerinnen und Schüler, die an der Felix-Fechenbach-Gesamtschule angemeldet worden waren und keinen Platz bekommen hatten, war Thema während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur. Und Schulleiter Manfred Kurtz erklärte, wie das denn passieren kann.

Insgesamt waren die Anmeldezahlen an allen drei Schule der Gemeinde das Thema. Demnach sind in der Grundschule Asemissen für das kommende Schuljahr 66 Kinder angemeldet, aktuell hat die Schule 268 Schüler. In der Grundschule Nord werden ab Sommer 90 i-Dötze erwartet, 357 Kinder besuchen die Schule aktuell. Für die Randstundenbetreuung sind in Asemissen 42 Kinder angemeldet, sie bekommen alle einen Platz. Bei der Grundschule Nord sind für die Randstundenbetreuung 109 Kinder angemeldet. Für die OGS sind es in Asemissen 121 Schüler, in der Grundschule Nord für die OGS 129 Kinder. Hier ist noch nicht klar, ob es für alle Kinder einen Platz gibt.

Für die Felix-Fechenbach-Gesamtschule gibt es für den nächsten 5. Jahrgang 171 Anmeldungen, davon acht Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. 145 Schüler kann die Schule für den Jahrgang aufnehmen – das bedeutet, es hat 26 Absagen gegeben. Für die Oberstufe gab es 132 Anmeldungen. Es gebe verschiedene Vorgaben, sagte Kurtz. Das betreffe die gleichmäßige Verteilung der Schüler mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasiumsempfehlung zu je einem Drittel für den neuen Jahrgang. „Wir sind wie eine Sekundarschule dazu verpflichtet, die Leistungsheterogenität zu sichern." Die Schulleitung verteile die Anmeldungen – ausgehend vom Notenschnitt – auf die jeweiligen drei Töpfe. Die Entscheidung falle per Losverfahren. Meist seien in dem Topf mit den Realschulempfehlungen deutlich mehr „als wir aufnehmen können", sagt Kurtz.

Kinder aus Nachbarkommunen bevorzugt?

Es sei schwer vermittelbar, wenn Kinder aus den Nachbarkommunen einen Platz bekämen, nicht aber Leopoldshöher Kinder, sagten sowohl Marie-Luise Asemissen (FDP) wie auch Barbara Lehne (SPD). Dazu zitierte Manfred Kurtz eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts, nach der Schüler aus Nachbarkommunen nicht benachteiligt werden dürften, wenn in ihrer Heimatkommune die gewünschte Schulform nicht verfügbar sei.

Beim Thema Schulentwicklungsplanung gab Andrea Rodekamp den Kommunalpolitikern eine Übersicht: Die Situation im Schulzentrum entspanne sich so langsam. Mit dem Neubau an der FFG werden dann Gebäude für die Grundschule Nord nutzbar. Der aktuelle Trakt für die Fünftklässler werde dann der Grundschule zugeordnet. Dieser lasse sich auch aufstocken. In den kommenden drei Jahren sollen die Gebäudeteile („Finger") der Grundschule saniert werden, in denen die Klassenräume untergebracht sind.

Weil die Grundschule Asemissen schon jetzt „aus allen Nähten platzt", wie Barbara Lehne sagte, diskutierte der Ausschuss die Idee für einen Erweiterungsbau auf der Fläche des Familienzentrums Kita „Spatzennest". Zumal es auf absehbare Zeit einen Anspruch der Eltern für einen OGS-Platz für ihre Kinder gebe. Für den OGS-Bereich in der Gemeinde hat die Verwaltung jetzt „noch schnell Förderanträge auf den Weg gebracht", erklärte Andrea Rodekamp. Dabei geht es um Mittel in Höhe von 175.000 Euro als 85-prozentige Förderung, insgesamt also um 206.000 Euro.

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