Leopoldshöhe. „Ability“ ist die englische Vokabel für Fähigkeit oder Können – in der abifeier-kompatiblen Schreibweise „Abi-lity“ war diese Vokabel gleichsam Leitmotiv während der Zeugnisausgabe in der Felix-Fechenbach-Gesamtschule. Um erreichte oder noch anzustrebende Fähigkeiten ging es, um lustige und um besondere. Gemeinsam mit ihren Familien ließen sich jetzt die Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 13 während der Zeugnisausgabe feiern. 79 Schülerinnen und Schüler zählen zu diesem Jahrgang, 73 haben jetzt ihr Abiturzeugnis in der Tasche, sechs den schulischen Teil der Fachhochschulreife erreicht. Schulleiter Manfred Kurtz ermunterte sie, ihren Erfolg zu genießen. Zumal ihre Oberstufenzeit in den vergangenen Jahren coronabedingt unter besonderen Bedingungen verlaufen sei. Aber sie seien deshalb auch zu besonderen Leistungen bereit gewesen. „Die berühmte Eins vor dem Komma“, sagte Kurtz und zielte damit auf den Abinotenschnitt ab, sei 23 Mal erreicht worden. Kurtz: „Das ist außergewöhnlich.“ Ehrung der Notenbesten Eine Schülerin hob er dabei besonders hervor – und ermunterte so das Publikum zu einem Sonderapplaus. Yara Hani sei 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen, habe innerhalb kurzer Zeit Deutsch gelernt. Und kann nun zu Hause ein Abizeugnis mit dem Notendurchschnitt 1,6 vorlegen. Besondere Ehrungen gab es zudem für die Notenbesten. Dazu zählen Jessica Palmberg (Note 1,2), Nike Berghammer (Note 1,2), Sanja Kuzmanovic (Note 1,3) und Jonas Marksmann (Note 1,3). Mit einem Selfie von der Bühne aus starteten schließlich die Beratungslehrer Jan-Hendrik Koch und Sven Schürbacher ihre Rede. Das Fotodokument sei als „Arbeitsnachweis“ für ihre dritte Kollegin im Beratungslehrerteam, Elisabeth Pietsch, gedacht, erklärte Koch. Sie hatte den schöpferischsten Grund der Welt, der Zeugnisausgabe ausnahmsweise fern zu bleiben. Sie hat ein Baby bekommen. Koch und Schürbacher sorgten während ihres Rückblicks auf die nun zurückliegende Oberstufenzeit für viele Lacher bei den Abiturienten. Von der Ability, von der doch eher üblichen Schlurfgeschwindigkeit ins Rennen zu kommen, um bei der Stufenfahrt in Berlin noch die Bahn zu erreichen, war da die Rede. Oder der bemerkenswerten Vergesslichkeit der eigenen Krankheitstage, für die volljährige Schüler selbst Entschuldigungen schreiben durften. „Können Sie mir sagen, wann ich gefehlt habe?“, hieß es da. Am Zeugnistag war indes eine andere Fähigkeit gefragt – feiern und sich feiern zu lassen. Und zu erkennen, eine große Etappe hinter sich gebracht zu haben. ?Siehe Infokasten links