Fall Lügde: Ermittlungen gegen Jugendamtsmitarbeiterin eingestellt

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Der Tatort des hundertfachen Missbrauchs im Januaur 2019. Nicht mal das Auto des Haupttäters ist abgeschleppt. - © Archivfoto: Vera Gerstendorf-Welle
Der Tatort des hundertfachen Missbrauchs im Januaur 2019. Nicht mal das Auto des Haupttäters ist abgeschleppt. (© Archivfoto: Vera Gerstendorf-Welle)

Paderborn (dpa/lnw). Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat Ermittlungen gegen eine Mitarbeiterin des Jugendamtes Höxter eingestellt. Der Verdacht, dass die Frau nachträglich Jugendhilfeakten, die an den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss «Missbrauch» im Düsseldorfer Landtag gehen sollten, verändert habe, habe sich nicht bestätigt, teilte die Ermittlungsbehörde am Mittwoch mit.

Die Beschuldigte habe zwar eingeräumt, einige handschriftliche Vermerke, die als Gedankenstützen dienten, in die Akte eingearbeitet zu haben. Dies sei aber im Februar 2019 geschehen und damit weit vor der Vorlage an den Ausschuss im Juni 2019. Ein strafrechtlich relevantes Verhalten sei nicht festgestellt worden.

Die Auswertung der Akten durch die Staatsanwaltschaft habe auch keine Anhaltspunkte für eine Verletzung der Fürsorgepflicht durch die Beschuldigte ergeben.

Die Ermittlungen waren nach einer Zeugenaussage im Untersuchungsausschuss «Lügde» im nordrhein-westfälischen Landtag angestoßen worden. Das Kreisjugendamt Höxter war für ein Mädchen zuständig, das auf dem Campingplatz in Lügde sexuell missbraucht wurde.

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