Lügde. Die Sanierung der Sporthalle am Ramberg ist in Lügde schon lange Thema. Eigentlich sollte der Umbau bereits vor zwei Jahren starten, doch der Rat hatte damals einstimmig entschieden, den bereits erhaltenen Förderbescheid wegen des zu hohen Eigenanteils zurückzugeben (die LZ berichtete). Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Dank des Städtebauprogramms des Landes NRW, das auch Lügdes Projekte berücksichtigt, kann es nun wirklich losgehen. Die Vorbereitungen laufen bereits, wie Fachbereichsleiter Gregor Günnewich berichtet. Im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Günnewich erinnerte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses noch einmal an das vorangegangene Prozedere. So wurde in 2023 und 2024 das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für Lügdes historischen Stadtkern mit zwei Planungsbüros ausgearbeitet. Es folgte die Abstimmung in der Bevölkerung und der Politik. Neben der Sanierung der Sporthalle wurde auch die Aufwertung der Wallanlage als Ziel definiert. Außerdem sollen die Stadt und die Bürger von verschiedenen Fonds und Programmen profitieren. Höchste Einzelförderung in OWL Schließlich beschloss der Rat im Oktober vergangenen Jahres den Städtebauförderantrag mit zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von rund 9,25 Millionen Euro auf den Weg zu bringen. Kurz nach Ostern dann die freudige Mitteilung: Lügde wurde im Städtebauförderprogramm aufgenommen. Die Förderung liegt bei 5,5 Millionen Euro (60 Prozent), der Eigenanteil beträgt 3,7 Millionen Euro (40 Prozent). Insgesamt unterstützen Land und Bund im Rahmen der Städtebauförderung in diesem Jahr 133 Projekte in NRW mit rund 302 Millionen Euro. „Das ist städtebaulich einer der wichtigsten Meilenstein-Entscheidungen der letzten Jahre“, sagte Bürgermeister Torben Blome dazu in der Ausschusssitzung. Die Sanierung der multifunktionalen Sporthalle sei die höchste Einzelförderung in ganz Ostwestfalen-Lippe. Rund 7,5 Millionen Euro sind für die energetische Sanierung und den barrierefreien Umbau geplant. Blome machte deutlich, dass die damalige Entscheidung, den Förderbescheid zurückzugeben, die richtige war. „Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um dann zwei oder drei nach vorne zu machen.“ Förderakquise: Eigenanteil soll weiter schrumpfen Die Verwaltung will nun versuchen, den Eigenanteil durch weitere Förderakquise noch mehr zu reduzieren. Günnewich berichtete von einer Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude, die auch mit der Städtebauförderung kombinierbar ist. „Wir wollen versuchen, dort einen weiteren Zuschuss für die energetische Sanierung zu bekommen.“ Die Stadt habe bereits einen Energieeffizienz-Experten beauftragt, um den Antrag auf den Weg zu bringen. „Wir haben die Abstimmung bis zur Ausführungsplanung fixiert“, führte Günnewich zum Planungsfortschritt für die Sanierung der Stadthalle weiter aus. Nun müsse das Ganze einer Feinjustierung unterzogen werden. Dann erfolge die Vergabe der Aufträge. Wenn der Umbau dann im nächsten Jahr beginnt, müsse der Schul- und Vereinssport an einen anderen Ort verlegt werden. Wie genau das aussehen wird, müsse noch mit den zuständigen Personen abgestimmt werden. Das voraussichtliche Finanzierungsende für die Sporthalle ist im Jahr 2028. „Wir wollen aber schon eher fertig sein“, erklärte Günnewich. Ziel sei 2027.