Oerlinghausen. Da war Spontaneität gefragt. Am 19. Juni kam der Anruf von Bürgermeister Dirk Becker, am 22. Juni folgte das erste Treffen, am 26. Juni wurden Regale eingeräumt und die mitgebrachten Gerätschaften angeschlossen, am Tag darauf der Freibad-Kiosk geöffnet. Karl-Heinz Bubel von „Bubels Veranstaltungen“ und seine Familie haben sich trotz der Kürze der Zeit bereiterklärt, für die Freibadgäste zu öffnen.
„Wenn die Temperaturen passen, werden wir in den Sommerferien jeden Tag von 11.30 bis 18 Uhr öffnen“, kündigt Karl-Heinz Bubel an. „Am ersten Tag waren 820 Besucher im Bad“, berichtet Matthias Bubel vom guten Zuspruch bei sonnigen Temperaturen. Aufgrund des niedrigen Inzidenzwertes dürfen sich momentan bis zu 1.000 Gäste im Freibad aufhalten. Bei den Inzidenzstufen 1 und 2 ist ein Badebetrieb mit nur noch geringen Einschränkungen möglich.
Die vorherigen Betreiber hatten neben dem „Anno Dazumal“ auch das Freibad-Kiosk betrieben, sich jedoch in den Ruhestand verabschiedet. Die Stadt habe mittlerweile ihr Vorkaufsrecht genutzt und das Gebäude erworben, berichtet Dirk Schäfer, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. „Wir haben uns bemüht, einen Betreiber für den Kiosk zu finden, weil wir das Angebot, das von den Besuchern nachgefragt wird, erhalten wollen.“ Aufgrund der ungewissen Corona-Entwicklung sei es zwischendurch schwierig gewesen.
Familie Bubel wird im Freibad-Kiosk Pommes, Heißwürstchen, gekühlte Getränke, Eis und Kratzeis anbieten, außerdem Süßigkeiten. „Neu ist die Wundertüte“, verweist Karl-Heinz Bubel auf eine mit Weingummi, Schaumgummi und Lakritz gefüllte Tüte. Vor dem Kiosk gibt es coronagerecht ein Einbahnstraßensystem. Entsprechende Schilder sollen aufgestellt werden. Sitzplätze darf es derzeit vor dem Kiosk nicht geben. „Der Verzehr muss am Platz geschehen“, bestätigt Karl-Heinz Bubel.