Erneute Sachbeschädigung: Vandalismus am Feuerwehrgerätehaus in Brakelsiek

Tanja Watermann

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Zerstört: Am Feuerwehrgerätehaus in Brakelsiek hat es verschiedene Sachbeschädigungen gegeben. Zum Beispiel wurde ein Fenster eingeworfen. - © Stadt Schieder-Schwalenberg
Zerstört: Am Feuerwehrgerätehaus in Brakelsiek hat es verschiedene Sachbeschädigungen gegeben. Zum Beispiel wurde ein Fenster eingeworfen. (© Stadt Schieder-Schwalenberg)

Schieder-Schwalenberg. In Brakelsiek ist es in den vergangenen Tagen vermehrt zu Sachbeschädigungen an städtischem Eigentum gekommen. Trauriger Höhepunkt war zuletzt die Manipulation eines Türschlosses am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Als die Kameraden zu einem Brandeinsatz alarmiert wurden, konnten sie die Tür erst mit deutlicher Verzögerung öffnen und ausrücken.

Bürgermeister Jörg Bierwirth ist verärgert und hat alleine in den ersten beiden Oktoberwochen sechs Anzeigen gegen Unbekannt bei der Polizei gestellt. Das Problem mit Vandalismus sei nicht neu, deshalb wurden zum Schutz der Glasscheiben teilweise schon Eisengitter vor den Fenstern angebracht. „Jeder Fall hat, einzeln betrachtet, zwar keinen großen Schaden verursacht, insgesamt liegt die Schadenssumme aber bereits im vierstelligen Bereich. Die eingeworfenen Fenster, verbogenen Fallrohre und abgeknickten Eisengitter verursachen hohe Kosten und brauchen Zeit zur Reparatur. Das ist kein Dummejungenstreich mehr", erklärte Bierwirth im Gespräch mit der LZ.

Mögliche Maßnahmen

Auffällig sei, dass immer wieder das Gerätehaus der Feuerwehr sowie die Mehrzweckhalle betroffen seien. Die Stadt befinde sich im engen Austausch mit dem zuständigen Bezirksbeamten für Schieder-Schwalenberg, Uwe Büker. „Vermutlich sind hier Jugendliche am Werk. Wir ermitteln und bitten Zeugen, sich bei einem Tatverdacht umgehend zu melden", so Polizei-Pressesprecher Lars Ridderbusch.

Jörg Bierwirth: „Wir denken seitens der Stadt über weitere Maßnahmen nach. Eine Videoüberwachung läge natürlich auf der Hand, ist an öffentlich zugänglichen Plätzen durch das Recht am eigenen Bild aber problematisch. Der Fall am Mittwoch hätte böse ausgehen können. Wir nehmen das Problem sehr ernst", erklärte der Bürgermeister abschließend.

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