Das neue Bademeisterhaus im Schiederaner Freibad steht

Michaela Weiße

Freuen sich über die voranschreitenden Baumaßnahmen im Schiederaner Freibad: (von links) Dagmar Schultz (Vorsitzende des Fördervereins) und die Betreiber des Freibades, Rolf Stanislawski und Frank Erbs. - © Michaela Weiße
Freuen sich über die voranschreitenden Baumaßnahmen im Schiederaner Freibad: (von links) Dagmar Schultz (Vorsitzende des Fördervereins) und die Betreiber des Freibades, Rolf Stanislawski und Frank Erbs. (© Michaela Weiße)

Schieder-Schwalenberg. Die Bauarbeiten im Schiederaner Freibad gehen mit großen Schritten voran. „Dank des milden Winters verläuft zeitlich alles nach Plan", berichten die Betreiber Rolf Stanislawski und Frank Erbs. Rund 100.000 Euro werden unter anderem für die Sanierung der Dusch- und Umkleideräume sowie den Bau eines Bademeisterhauses investiert.

Begeistert zeigen sich Stanislawski und Erbs von dem 36 Quadratmeter großen Häuschen, das in diesen Tagen in unmittelbarer Nähe des Beckenrandes aufgestellt wurde. Neben dem Erste-Hilfe-Raum wird dort auch Platz für die Badeaufsicht und die Unterbringung der Schwimmmaterialien geschaffen. Die Firma Ohms Holzbau aus Lügde hat das Haus vormontiert geliefert und das Grundgerüst innerhalb eines Tages aufgestellt.

Die weiteren Arbeiten – so wird etwa auf dem Dach noch ein Hochsitz für den Bademeister entstehen – sollen in vier Wochen abgeschlossen sein. Um sämtliche Leitungen, die zum Schwimmmeisterhaus gelegt werden mussten, kümmerte sich Frank Erbs, der vom Fach ist, in den vergangenen Wochen persönlich.

Das neue Schwimmmeisterhaus bietet viele Vorteile, wie Rolf Stanislawski erklärt. So könne jetzt im Notfall ein Krankenwagen direkt an den Erste-Hilfe-Raum heranfahren. Zudem könne der Bademeister die Entnahme und Analyse der Wasserproben in unmittelbarer Nähe zum Schwimmbecken vornehmen. Darüber hinaus sei mit dem Umzug der Badeaufsicht in das neue Gebäude ein Raum frei geworden, der in Zukunft für die Erweiterung des Kiosks genutzt werden könne.

Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen

„Die Duschräume sind zu 80 Prozent fertiggestellt", sagt Stanislawski. Hier fehlten unter anderem noch die Trennwände für die Duschkabinen. Die holen die Schiederaner gebraucht aus dem Lagunabad in Willingen. Dort werde das Bad umgebaut und die Wände daher für wenig Geld zum Verkauf angeboten, erzählt Stanislawski. Die Dusch- und Umkleideräume waren bisher nicht nach Geschlechtern getrennt. Es gab aber abschließbare Einzelkabinen. Jetzt sind in der Schiederaner Batze vollkommen getrennte Umkleide- und Duschbereiche für Männer und Frauen entstanden.

Aufgrund des Starkregens kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Problemen im Freibad, berichten die Betreiber. Ein überfluteter Technikraum und Schlammwasser im Schwimmbecken seien die Folgen gewesen. Eine Hochwasserschutz-Anlage wird dies in Zukunft nun verhindern. Schutz vor dem Wetter wird auch die Verlängerung des Daches und die damit komplett überdachte Terrasse bieten. „Sie dient als Sonnenschutz oder auch als Rückzugsort bei Gewitter", sagt Stanislawski. Eigentlich sei diese Maßnahme erst für den kommenden Herbst geplant gewesen, durch die Unterstützung von Sponsoren könne sie nun aber schon jetzt realisiert werden. Die Arbeiten führt die Firma Ohms ab der kommenden Woche durch. Das vergrößerte Dach soll in Zukunft auch als Erweiterungsfläche für die Solaranlage dienen.

Die Eröffnung der Badesaison im Schiederaner Freibad ist für Samstag, 16. Mai, geplant. Trotz der Corona-Krise sind die Betreiber optimistisch, an diesem Termin festhalten zu können. „Sollten wir zu diesem Zeitpunkt nicht an den Start gehen können, dann wäre dies sehr schade. Unsere finanzielle Sicherheit ist aber gegeben", erklärt Stanislawski. Diese Entscheidungen würden in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt erfolgen.

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