Waldbrand am Dohlenberg: Feuerwehr kann das Schlimmste verhindern

Marianne Schwarzer

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Brand im Unterholz: Auf 2000 Quadratmetern musste die Feuerwehr am Dohlenberg den gesamten Waldboden auf links drehen. - © Marianne Schwarzer
Brand im Unterholz: Auf 2000 Quadratmetern musste die Feuerwehr am Dohlenberg den gesamten Waldboden auf links drehen. (© Marianne Schwarzer)

Schieder-Schwalenberg. Das ist noch einmal gut gegangen: Rund 100 Feuerwehrleute haben es am Freitagnachmittag geschafft, einen verheerenden Waldbrand auf dem Dohlenberg in Schwalenberg zu verhindern. Am Ende wurde nur das Unterholz auf einer Fläche von etwa 2.000 Quadratmetern zerstört.

Um 13.37 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. „Die Rauchschwaden über dem Dohlenberg konnte man schon von Brakelsiek aus sehen", erzählt Schieder-Schwalenbergs Feuerwehrchef Mike Mundhenke. Wodurch das Feuer entstanden war, ist bisher nicht klar, die Polizei war vor Ort. Der Brandherd war aber mitten im Wald, an der historischen Eichenallee. Von dort aus habe sich das Feuer den Berg hoch durch das zundertrockene Unterholz gefressen, angefacht vom auffrischenden Wind.

Der Brandherd war mitten im Wald, an der historischen Eichenallee. - © Feuerwehr Schieder-Schwalenberg
Der Brandherd war mitten im Wald, an der historischen Eichenallee. (© Feuerwehr Schieder-Schwalenberg)

„Wir hatten vor allem Sorge, dass die Flammen auf die Tannenschonung ein paar Meter weiter übergreifen, dann wäre es heikel geworden", berichtet Mundhenkes Vertreter Kai Uwe Deilke. „Wir haben keilförmig angegriffen, zeitweise aus acht C-Rohren. Gleichzeitig haben Kameraden mit Forken und Feuerpatschen die Flammen ausgeschlagen."

Wasserversorgung gestaltet sich schwierig

Augenscheinlich sind die Buchen über dem Unterholz kaum angegriffen, „wir haben lediglich eine trockene Eiche fällen müssen." Ob wirklich alle anderen Bäume das Feuer überstanden haben, müsse sich noch zeigen, sagt Förster Friedrich Schierholz. „Bei manchen Eichen müssen wir das abwarten." Das Waldstück gehört dem Landesverband Lippe.

Größtes Problem für die Feuerwehr war die Wasserversorgung in dem unzugänglichen Waldstück. Die Einsatzkräfte griffen einerseits mit Schläuchen aus dem Bereich Brauhaus in der Schwalenberger Innenstadt an. Darüberhinaus bedienten sie sich aus einem Hydranten in der Straße zur Tränke. „Aber das reichte hinten und vorne nicht, deswegen waren auch noch Tanklöschfahrzeuge aus den umliegenden Wehren im Einsatz", erklärte Deilke.

- © Marianne Schwarzer
Voller Einsatz (© Marianne Schwarzer)

Denn den Schieder-Schwalenberger Feuerwehrleuten eilten auch Einheiten aus Lügde, Rischenau, Barntrup und Blomberg zur Hilfe. Zudem stellten zwei Landwirte Tankwagen zur Verfügung - sehr zur Freude von Bürgermeister Jörg Bierwirth, der sich vor Ort ein Bild machte. „Möglicherweise können wir sie auf Dauer in unseren Brandschutzplan einbinden."

Die Polizei schließt fahrlässige Brandtsiftung nicht aus. Hinweise nimmt die Behörde unter 05231-6090 entgegen. Durch die Trockenheit der vergangenen Tage sei die Waldbrandgefahr erheblich gestiegen.

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