Schieder-Schwalenberg. Marco Müllers (parteilos) hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Schieder-Schwalenberg mit knapp 59 Prozent deutlich gegen seinen Mitbewerber Swen Horstmann (SPD) gewonnen. Im Vorfeld hatte sich keine Fraktion für einen der beiden Kandidaten öffentlich ausgesprochen. CDU, FDP, UWG und Grüne wollten diesbezüglich neutral bleiben, wie sie auf Anfrage der LZ mitteilten. Wie sie nun zum Wahlsieg von Marco Müllers stehen, haben sie am Sonntagabend im Gespräch mit der LZ erklärt. Neben Familie, Freunden und Parteikollegen sind auch die Fraktionsvorsitzenden in den Rathaussaal gekommen, um die Präsentation der Wahlergebnisse live zu verfolgen. „Das ist ein sehr überraschendes Wahlergebnis“, sagte Thorsten Hampe, Fraktionschef der UWG gegenüber der LZ. Mit dieser Deutlichkeit habe er nicht gerechnet. „Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Die Weichen werden neu gestellt.“ CDU-Fraktionsvorsitzender Marc Beckmeier kämpfte bis zur Wahl am 14. September noch selbst um den Chefsessel im Rathaus. Mit 23,07 Prozent der Stimmen schaffte er den Einzug in die Stichwahl jedoch nicht. „Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit“, erklärte Beckmeier für die CDU nach der Stichwahl. Gute Entwicklung von Schieder-Schwalenberg ist allen wichtig Rolf Stanislawski, Fraktionsvorsitzender der FDP, spricht von einem klaren Votum. „Der Bürgerwille ist rübergekommen.“ Jetzt müsse man sehen, was auch realistisch von Müllers’ Vorhaben umgesetzt werden könne - die finanziellen Möglichkeiten seien begrenzt. „Ich bin schon sehr überrascht von dem Wahlergebnis“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Waltraut Müller. Richtig nachvollziehen könne sie die Entscheidung nicht. „Doch es ist der Wunsch der Bürger gewesen und das müssen wir akzeptieren.“ „Wir hätten ein knapperes Ergebnis erwartet“, sagte auch Werner Maas, Fraktionsvorsitzender der Grünen, am Sonntagabend. Da Müllers zuvor politisch nicht aktiv gewesen ist, könne er ihn als Bürgermeister noch nicht einschätzen. Unabhängig vom Wahlergebnis sei allen eine gute Entwicklung von Schieder-Schwalenberg wichtig, wie die Fraktionsvorsitzenden zum Ausdruck brachten.