Regierung plant Verbot von Wildtieren im Zirkus

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Umstritten: Giraffen und andere wilde Tiere im Zirkus. - © picture alliance
Umstritten: Giraffen und andere wilde Tiere im Zirkus. (© picture alliance)

Berlin. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) plant laut Spiegel, Zirkussen die Haltung verschiedener Wildtiere zu verbieten.

Das gehe aus einem Rohentwurf für eine Verordnung aus dem Ministerium hervor. Der Umgang mit Menschen und mangelhafte Haltung verursache bei Wildtieren größeren Stress als bei domestizierten Tieren, die an den Menschen gewöhnt seien, heiße es in der Vorlage. Reisen seien unvermeidlich, oft seien die Orte, an denen ein Zirkus Halt mache, räumlich begrenzt und nicht veränderbar.

Giraffen, Nilpferde und Nashörner

"Die Haltung bestimmter Wildtierarten wirft systemimmanente Tierschutzprobleme auf, die unter den Bedingungen des reisenden Zirkus nicht durch Änderungen der Haltungsbedingungen oder der Transportbedingungen beseitigt werden können", zitiert das Magazinaus der Problembeschreibung.

Als Lösung wird ein "Verbot der Haltung bestimmter Wildtierarten" angepeilt, sowie die "Festlegung von Mindestanforderungen an die Haltung aller Tiere im Zirkus". Als Beispiel sind Giraffen, Nilpferde und Nashörner genannt. Tiere, die nur gezeigt, nicht trainiert würden, weshalb das Argument, sie bekämen dadurch ausreichend Bewegung und kognitive Forderung, nicht gelte. Unklar ist noch, ob dressierte Tiere weiter gehalten werden dürfen. Auf Anfrage habe das Ministerium mitgeteilt, man wolle die Verordnung bis Ende August vorlegen.


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