Pilot aus Borgentreich stirbt bei Absturz seines Segelflugzeugs bei Hofgeismar

Simone Flörke

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Die Polizei Nordhessen bestätigte am späten Sonntagnachmittag den tödlichen Absturz. - © Jens Reddeker
Die Polizei Nordhessen bestätigte am späten Sonntagnachmittag den tödlichen Absturz. (© Jens Reddeker)

Warburg/Borgentreich/Hofgeismar/Trendelburg. Beim Absturz eines Segelflugzeuges bei Trendelburg in Nordhessen ist am Sonntagnachmittag ein Mensch gestorben. Das berichteten am Nachmittag mehrere Medien übereinstimmend. Am frühen Abend bestätigte die Polizei in Kassel auf Anfrage der NW den Absturz in einem bewaldeten Gebiet. Bei dem Todesopfer und Piloten handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 61-Jährigen aus Borgentreich. Nach Angaben der HNA liegt das Absturzgebiet zwischen Trendelburg-Eberschütz und Hofgeismar-Hümme.

Zuvor hätten mehrere Passanten bei Polizei und Feuerwehr den Absturz gemeldet. Die Einsatzkräfte seien mit einem großen Aufgebot ausgerückt, die jedoch den Piloten – einzige Person an Bord – nur noch tot hätten bergen können. Laut Polizei haben die Kripo und das Luftfahrt-Bundesamt aus Braunschweig die weiteren Ermittlungen aufgenommen haben. Sie wurden laut Polizeipräsidium Nordhessen gegen 19.30 Uhr am Unfallort erwartet.

Nicht um den ersten Vorfall dieser Art in der Region

Bei dem Segelflugzeug-Absturz handelt es sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art in der Region: Erst vor gut einer Woche war ein Pilot aus Rheda-Wiedenbrück nahe Horn-Bad Meinberg um Leben gekommen: Nach dem tödlichen Absturz des 74-Jährigen war die Betroffenheit beim Luftsportverein Egge (LSV) groß. Der verunglückte Pilot war fast 60 Jahre dort Mitglied gewesen. Der Mann war am Samstagmittag vom Segelflugplatz in der Steinheimer Ortschaft Vinsebeck gestartet und war etwa eine halbe Stunde in der Luft, als er plötzlich am Butterberg in Horn-Bad Meinberg abstürzte. Die Maschine war mit großer Wucht auf den Boden aufgekommen. Dort zerschellte sie, die Trümmer verteilten sich auf einer größeren Fläche.

Die Ermittlungen zur Ursache für den Unfalltod werden noch dauern: Davon ging unter der Woche das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung aus. Es hatte das Wrack unter die Lupe genommen und Zeugen befragt. Laut dem Bundesamt wurde der genaue Kurs des Segelfliegers elektronisch aufgezeichnet. Die Daten müssen jetzt ausgewertet werden.

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