In Paderborn endet das größte Briten-Manöver seit zehn Jahren

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Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz der Übung in der Senne. - © Symbolfoto: Raphael Bartling
Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz der Übung in der Senne. (© Symbolfoto: Raphael Bartling)

Paderborn (ber). Es war die größte Übung der britischen Streitkräfte in Europa seit über einem Jahrzehnt: Mehr als 3.300 Soldaten und über 800 Fahrzeuge nahmen an dem Manöver mit dem Namen Cerberus in der Paderborner Senne teil. Jetzt geht die Übung zu Ende, teilen die Briten mit - und ziehen eine äußerst positive Bilanz.

Das Manöver werde in den nächsten Tagen abgeschlossen, wenn die letzten Fahrzeuge und Truppen aus Sennelager in Richtung Heimatbasis im Vereinigten Königreich abreisen würden. Nach Paderborn gekommen waren die Streitkräfte auf dem See-, Luft- und Landweg. Auch eine US-Brigade und Soldaten der Bundeswehr waren an der Simulation beteiligt."Die Übung war ein großer Erfolg; sie unterstrich das Engagement des Vereinigten Königreichs für die NATO und die europäische Verteidigung durch die schnelle Verlegung von Truppen und Ausrüstung", sagt Oberst Tim Hill, Kommandeur des NATO-Stützpunkts in Sennelager. Die Division und die ihr unterstellten Brigaden seien getestet worden und nun bereit, im Bedarfsfall mögliche Einsätze durchzuführen, heißt es in einer Pressemitteilung der Streitkräfte.

Realistisches Szenario

Konkrete Angaben zum durchgespielten Kriegsszenario hatte es zwar nicht gegeben, es soll sich aber um ein realistisches Szenario auf osteuropäischem Territorium gehandelt haben. Man wolle schnell reagieren und den Gegner abhalten können, hieß es dazu. Zum Abschluss der Übung dankt Oberst Hill den deutschen Behörden für ihre Unterstützung, die zum Erfolg der Übung beigetragen habe, sowie der örtlichen Bevölkerung für ihre Geduld, mit der sie gelegentliche Konvois oder andere Unannehmlichkeiten in Kauf haben nehmen müssen.

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