Gütersloh/Düsseldorf. Die Immobilie fällt sofort auf. Breite Straße, Düsseldorf. Nur wenige Meter von der Königsallee, eine von Deutschlands exklusivsten Einkaufsstraßen, entfernt erstreckt sich das luxuriöse Kö-Quartier. Ein riesiger, gläserner Büro-Komplex. Einer der Mieter: das Unternehmen Sympathica aus dem Kreis Gütersloh. Dahinter steckt die Elite-Partnervermittlung von Familie Schwarzenberg. Seit mittlerweile 40 Jahren vermitteln die Clarholzer erfolgreich Singles aus ganz Deutschland und sogar darüber hinaus. Ihr Tenor: Jeder kann die große Liebe finden. Und zwar ziemlich schnell. 1985 gründete Anita Schwarzenberg ihre Partnervermittlung. An digitale Dating-Plattformen und weltweit bekannte Apps wie Tinder und Co. war damals noch nicht zu denken. „Im Vergleich zu heute war das echt frühes Mittelalter“, sagt Anita Schwarzenberg (67) und lacht. Unternehmerin startet vor 40 Jahren ganz alleine Gemeinsam mit ihrem Sohn Philipp Schwarzenberg sitzt sie heute in der Düsseldorfer Niederlassung ihres Unternehmens. Gestern noch waren beide in München. Um das luxuriöse Büro des Mutter-Sohn-Gespanns in der Rhein-Stadt zu erreichen, muss man zunächst am hauseigenen Concierge vorbei. Anschließend geht es mit dem verspiegelten Aufzug in den dritten Stock. Vom türkis-grauen Eingangsbereich mit goldenen Accessoires führen zahlreiche Türen in die besonderen Büros. In einem findet man die Schwarzenbergs. Nachdem Anita Schwarzenberg ihre Kunden in den ersten Jahren zunächst als Eine-Frau-Betrieb vermittelt hat, arbeiten mittlerweile sechs Mitarbeiter für Sympathica. Sohn Philipp hat 2016 die Geschäftsführung übernommen. Ohne Sohn-Bonus, wie beide betonen. „Herzebrock ist das Headquarter der Liebe“, sagt der 36-Jährige und schmunzelt, „das steckt ja auch schon im Namen drin.“ Maximilianstraßen, Tuchlauben und Co.: Die exklusivsten Standorte Darüber hinaus hat Sympathica zahlreiche weitere Standorte. Auch international. Hamburg, Düsseldorf, München, Frankfurt, Stuttgart, Zürich, Wien – die Liste ist lang. Und exklusiv. Denn für ihre Büros haben sich die Schwarzenbergs die besten Lagen der Städte ausgesucht. Etwa die Maximilianstraße in München, die Tuchlauben in Wien oder eben das KÖ-Quartier in Düsseldorf. „Wir sind bis in die Spitze der Gesellschaft mit unserer Vermittlung tätig“, sagt Anita Schwarzenberg, „entsprechend legen wir großen Wert darauf, unsere Kunden in angemessenen Räumlichkeiten zu empfangen.“ Es komme durchaus auch vor, dass sich prominente Kunden, etwa Schauspieler oder hochrangige Funktionäre, bei dem Clarholzer Unternehmer-Duo melden. „Diskretion hat bei uns generell oberste Priorität, in solchen Fällen aber natürlich noch einmal besonders.“ Tatsächlich vermitteln Mutter und Sohn durchaus auch mal anonym. Wie finden die Unternehmer aus dem Kreis Gütersloh den perfekten Partner? In einem ersten digitalen Gespräch und einem zweiten, dann persönlichen Treffen lernen die erfahrenen Partner-Vermittler die Kunden besser kennen und setzen gemeinsam den konkreten Rahmen für die Partnersuche. Suchregion, Altersbereich, finanzieller Background, Interessen, Werte, Lebensvorstellungen – all’ das spielt eine entscheidende Rolle, um den Traummann oder die Traumfrau finden zu können. „Danach entscheiden wir, ob wir helfen können, oder nicht“, sagt Philipp Schwarzenberg, der seine Verlobte übrigens beim Gassigehen kennengelernt hat. Wenn alles passt, beginnen die Vermittler mit der Suche nach einem passenden Partner in der internen Kartei des Unternehmens. Mutter und Sohn betonen: Schon nach einer Woche bekommt jeder Single einen ersten Partnervorschlag. Wenn beide Seiten Interesse bekunden, werden Kontaktdaten für ein Telefonat und ein Treffen übermittelt. Danach liegt es an den Singles selbst. „Wir bleiben aber vor allem in der ersten Zeit natürlich immer ansprechbar für unsere Kunden“, sagt Philipp Schwarzenberg, „und haken auch aktiv nach.“ Erfolgsquote liegt bei 90 Prozent Mehr als 2.000 Kunden finden sich aktuell in der Kartei der Schwarzenbergs. Alle auf der Suche nach der großen Liebe und einer dauerhaften Partnerschaft. Die Erfolgsquote liegt laut den Clarholzern bei 90 Prozent. In acht Prozent der Fälle klappt es sogar direkt beim ersten Vorschlag. „Es gibt mittlerweile unendlich viele Sympathica-Kinder“, verrät Anita Schwarzenberg. Sohn Philipp Schwarzenberg ergänzt: „Und genauso viele Hochzeitseinladungen.“ Bei der Hochzeit zweier Kunden aus Wien und München, die die Unternehmer zusammengebracht haben, wurde sogar eine Video-Botschaft von Anita Schwarzenberg abgespielt. Der 36-Jährige blickt aus dem KÖ-Quartier-Fenster auf die Kuppel der gegenüberliegenden Commerzbank. Der türkise, weiche Sessel dreht sich leicht zur Seite während Schwarzenberg betont: „Dieser Job erfüllt uns in einer Tiefe, die kaum in Worte zu fassen ist.“