Losentscheid und faustdicke Überraschungen bei Detmolder LZ-Cup-Vorrunde

Sebastian Lucas

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Das hat weh getan: Der Blomberger SV muss bereits in der Vorrunde überraschend die Segeln streichen. Hier wird Alexander Felker vom Horner Dennis Tille (17) bedrängt. - © Egon Penner
Das hat weh getan: Der Blomberger SV muss bereits in der Vorrunde überraschend die Segeln streichen. Hier wird Alexander Felker vom Horner Dennis Tille (17) bedrängt. (© Egon Penner)

Detmold. Was für eine Vorrunde der Lippischen Hallen-Meisterschaften um den LZ-Cup im FuL-Kreis Detmold. Rund 600 Besucher in der DBB-Halle am Nachmittag und ausverkaufte Brötchen um 11 Uhr in Lage sowie eine Spielstätte in Bad Meinberg, die an ihre Kapazitätsgrenze stieß, belegen den tollen Zuspruch.

Und die Anhänger durften sich über einige Überraschungen und Spannung pur freuen – auch aufgrund der beiden Entscheidungsspiele. So löste RSV Hörste das Ticket für die Zwischenrunde am Sonntag, 29. Dezember, in der DBB-Halle per Losentscheid. CSL Detmold war punkt- und torgleich, die mehr erzielten Treffer von Hörste zählten nicht. „Ich bin froh, dass ich den RSV gezogen habe. Das Vorgehen war mit den beteiligten Klubs besprochen", sagte Kreisvorsitzender Gottfried Dennebier, der bilanzierte: „Ich bin sehr zufrieden, die Ausrichter können es auch sein."

Fotostrecke: LZ-Cup-Vorrunde Detmold

So setzt sich die Zwischenrunde zusammen

Das Detmolder Feld führen die Bezirksligisten SG Hiddesen-H’dorf, FC Augustdorf und Post-TSV an. Neben Hörste lösten folgende A-Liga-Teams das Ticket für die Runde der letzten 16: SVE Jerxen-Orbke, TuS WE Lügde, TuS Horn-Bad Meinberg, SuS Pivitsheide, TSV Horn, TuRa Heiden, SV Diestelbruch-Mosebeck und SF Berlebeck-Heiligenkirchen. Das Feld komplettieren SG Belle/Cappel/Reelkirchen, BSV Müssen, SuS Lage und TuS Eichholz-Remmighausen aus der B-Klasse.

Die größten Überraschungen

Mit dem Aus des Blomberger SV hatte wohl niemand gerechnet. Nur Platz vier hieß es für das Team um die Winkler-Brüder in Bad Meinberg hinter TuS WE Lügde, TuS Horn-Bad Meinberg und SuS Pivitsheide. Einzig Keeper Dominik Sobanski erreichte Normalform. Positiv stach B-Ligist SG Belle/Cappel/Reelkirchen heraus. Zehn Punkte bedeuteten Rang eins in Lage vor SV Diestelbruch-M. Trainer Timo Welsandt: „Unsere Abwehrspieler Luis Hilker und Marvin Schmidt überragten. Zudem richtig stark: Keeper John Jansen, der in der A-Jugend des TBV Lemgo spielte. Wir überzeugten spielerisch und kämpferisch."

Information

Diese Teams stehen in der Zwischenrunde

TSV Horn, TuS Horn-Bad Meinberg, SG Hiddesen-Heidenoldendorf, Post-TSV Detmold, TuRa Heiden, TuS WE Lügde, FC Augustdorf, RSV Hörste, SG Belle/Cappel/Reelkirchen, SuS Lage, SF Berlebeck-Heiligenkirchen, BSV Müssen, SV Diestelbruch-Mosebeck, SVE Jerxen-Orbke, TuS Eichholz-Remmighausen, SuS Pivitsheide

TuS Eichholz-R. ließ Bezirksligist Post-TSV Detmold hinter sich, und Müssen schaffte es über das Entscheidungsspiel (2:0 gegen Istrup-B. durch Treffer von Karaca und Kapitän Genz). Trainer Tobias Brokmann: „Nach zwei souveränen Siegen fanden wir am Ende wieder in die Spur." Im Tor überzeugte Feldspieler Felix Stabenow.

Hektik und Dramatik

Gleich zweimal Rot gab es im Entscheidungsspiel in Bad Meinberg, das SuS Pivitsheide 4:1 gegen Türkgücü Detmold gewann. Yasin Karaman (Türkgücü, nach Attacke gegen Keeper Marcus Alf) und Nico Zimmermann (Pivitsheide, Foulspiel, kehrte von BHK nach einem halben Jahr zurück) schickte der Schiri runter. Trotzdem strahlte Vorsitzender Dieter Drobig: „Natürlich freuen wir uns auf die Zwischenrunde." In der Hammergruppe mit Lügde, Horn-Bad Meinberg und Blomberg hatte er wohl auch nicht mit dem Weiterkommen gerechnet. Den LZ-Cup der Männer unterstützen neben dieser Zeitung die Sparkassen, Herforder, Bad Meinberger, Lippische sowie Kühlmus und Grabbe.

Bezirkssportgericht kassiert Urteil

Die Partie der Fußball-Kreisliga A Detmold zwischen TuS Horn-Bad Meinberg und Post-TSV Detmold II (7:1) muss neu angesetzt werden. Das entschied das Bezirkssportgericht und änderte damit das Urteil von Kreissportrichter Jan-Philipp Budde. Der hatte den Einspruch des Post-TSV abgewiesen.

„Wir diskutieren gerade, ob wir dagegen vorgehen. Dann wäre das Verbandssportgericht zuständig", sagte Lars Niere vom TuS Horn-Bad Meinberg. Michael Grundmann, Obmann des Post-TSV, freute sich natürlich über das Urteil: „Es gab einen klaren Regelverstoß des Schiedsrichters. Niemand weiß, wie die Partie ansonsten ausgegangen wäre."

Die Postler hatten die Begegnung mit zehn Spielern gestartet, der elfte kam verspätet und durfte erst zur zweiten Hälfte auf den Platz. Es ist zu werten, dass es „zum Zeitpunkt des Regelverstoßes noch unentschieden stand". Gleichwohl: Die Kammer sei sich bewusst, dass „auch ein anderes Ergebnis vertretbar ist". Leidtragender sei der TuS, der „keinen Fehler begangen" hat.

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