Detmold. Der Post-TSV Detmold wartet weiter auf den ersten Pflichtspielsieg in der Saison 2023/2024: Am zweiten Spieltag der Fußball-Landesliga musste sich das Team um den neuen Trainer Andre Schröder dem TuS Lohe auf dem heimischen Werresportplatz mit 1:3 (1:1) geschlagen geben. Am Donnerstag waren die Residenzler in der ersten Runde des Westfalenpokals am TSV Oerlinghausen gescheitert. Der Liga-Kontrahent darf sich nun bekanntlich auf die Partie gegen Regionalligist Rodinghausen freuen. „Fußball ist nicht immer gerecht.“ Schröder wusste um die derzeitige Belastung für seine Spieler mit vielen Begegnungen, wollte sie aber nicht als Ausrede gelten lassen. Für ihn war zudem klar: „Fußball ist nicht immer gerecht.“ Damit meinte er die große Überlegenheit seiner Mannschaft am Kalkofen, die über ein 0:0 nicht hinaus gekommen war und schließlich im Elfmeterschießen den Kürzeren zog. Mit dem TuS Lohe hatten die Detmolder ein Team zu Gast, das dem Vernehmen nach über einen sehr, sehr hohen Etat verfügt. So soll beispielsweise Mittelstürmer Stefan Langemann einen vierstelligen Betrag im Monat erhalten, heißt es aus gut informierten Kreisen. An der Linie zeichnet mit Aleksander Knezevic ein Coach verantwortlich, der vor einigen Jahren auch mal beim SC Bad Salzuflen im Lipperland tätig war. Schröder setzte auf ein 4-4-2-System, in dem mit Niclas Lehbrink, Zugang vom TuS Ahmsen, und Julian Jobstmeier zwei pfeilschnelle Leute das Angriffsduo bildeten. Doch in der Defensive wurden die Gastgeber kalt erwischt. Robin Leo Faulstich legte sich das Leder zwar etwas zu weit vor, konnte es aber noch per Grätsche zum 1:0 für die Gäste an Post-Keeper Tim Bukowski vorbei im Gehäuse unterbringen (10.). Bukowski ist Posts Stammkeeper in den nächsten Wochen, dann will Schröder die Situation neu bewerten. Im Pokal durfte Luca Angelo Sievert ran. Im Training ist auch wieder Marcel Zimmer nach langer Verletzungspause. Lehbrink cool Die Postler blieben ruhig und glichen aus. Einen Konter über Maurice Malak und Enis Cömert schloss Lehbrink cool ab (37.). Auch in der Folgezeit gab es wenige Torraumszenen, bitter war dann das 1:2. „Den macht der Loher in zehn Jahren einmal“, ärgerte sich Post-Obmann Michael Grundmann über den Sonntagsschuss von Squarra (56.). Für die Entscheidung sorgte Flaake, der einen Konter nach einer unglücklichen Malak-Ecke abschloss (80.). Grundmann: „Lohe war cleverer. Schade, es war mehr drin.“