Blomberg. Eine Woche vor dem Saisonstart wird es für die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Blomberg-Lippe bereits ernst. Im „SAP Garden" von München wird am Samstag der Supercup ausgespielt. Der heimische Erstligist trifft um 15 Uhr auf den Thüringer HC. Die große Bühne: Und wieder ein „Endspiel" für die HSG Blomberg-Lippe. In den Finalspielen um die Deutsche Meisterschaft ist sie in der vergangenen Saison HB Ludwigsburg unterlegen gewesen, genauso wie im Finale um den DHB-Pokal. Im österreichischen Graz nahm sie zudem am Final Four der European League teil und wurde dort Vierte – und nun also München, der Supercup. „Das ist definitiv eine große Bühne. Ein Highlight gleich am Anfang der Saison, wir haben Bock", sagt HSG-Linksaußen Alexia Hauf. Der Supercup: Im vergangenen Jahr sicherte sich HB Ludwigsburg den ersten Titel einer Saison nach einem Erfolg gegen die TuS Metzingen. „Ich habe selbst noch nie um den Supercup gespielt, das ist auch für mich ’was Neues und natürlich etwas ganz Besonderes, wie auch für den Verein. Wir haben uns das durch die Erfolge in der vergangenen Saison erarbeitet und stehen zu Recht in München auf dem Feld", meint Hauf. Der eigentliche Gegner: HB Ludwigsburg wäre denn eigentlich auch der Blomberger Gegner am Samstag. Doch durch die finanziellen Turbulenzen inklusive „Ausverkauf", sprich Wechsel etlicher Spielerinnen, schloss der Ligaverband, die Handball-Bundesliga Frauen (HBF), den Deutschen Meister und Pokalsieger aus. „Durch die Nationalmannschaftskolleginnen habe ich eine andere persönliche Ebene zu dem Thema und habe es sehr verfolgt", betont Hauf. Die Spielerinnen seien froh, dass sie durch ihre Wechsel nun positiv in die Saison gehen können. Der Gegner: Für Ludwigsburg rückt der Drittplatzierte der vergangenen Saison und der Gewinner der European League, Thüringer HC, nach. „Es ist ein einziges Spiel, es gibt einen Titel zu gewinnen, da kann immer viel passieren. Wir freuen uns, wir nehmen die Aufgabe an", sagt Alexia Hauf. Die Saison-Vorbereitung: „Wir sind sehr zufrieden, wir sind ein großes Stück vorangekommen. Neuzugänge, gerade im Rückraum, zu integrieren, ist nicht immer einfach, und sicher braucht es noch Zeit. Man hat beim Nelken-Cup gesehen, dass es auch immer noch Höhen und Tiefen gibt", fasst die 27-Jährige zusammen. Der Teamgeist: „Der war schon am vergangenen Wochenende beim Nelken-Cup sichtbar. Er bringt auch Spaß und die Leichtigkeit, das tut gut", ist sich Alexia Hauf sicher. Das sagt der HSG-Trainer: „Wir sind stolz darauf, vor so einer Kulisse spielen zu dürfen und freuen uns. Doch wir fahren nicht nur hin, um uns zu freuen und weil es ein cooles Event ist. Wir wollen den Titel holen, wir sind gewappnet", betont Blombergs Trainer Steffen Birkner. Das sagt der THC-Trainer: Im Thüringen-Journal des MDR meinte Herbert Müller angesprochen auf den spontanen Supercup-Einsatz: „Wir mussten die spieltaktischen Sachen alle schneller durcharbeiten. Aber letztendlich interessiert das keinen Menschen. Das ist ein offizielles Spiel, ein offizieller Titel, und dann muss man einfach bereit sein. Solche Finalspiele, die spielt man nicht, die gewinnt man einfach. Mit dem Gedanken müssen wir hinfahren." Die HSG-Personallage: Die im Finale des Nelken-Cups gegen Borussia Dortmund (32:28) erlittene Knieverletzung bei HSG-Rückraumspielerin Diana Dögg Magnusdottir stellte sich „als nicht so dramatisch" (Trainer Steffen Birkner) heraus. Die Isländerin absolvierte am Donnerstag leichtes Training. „Sie versucht, das Abschlusstraining mitzumachen. Dann schauen wir. Wir werden nicht ins Risiko gehen", meinte Trainer Steffen Birkner am Morgen. Die Fahrt nach München: Gegen 8 Uhr am Freitagmorgen machte sich der HSG-Tross auf den Weg nach München. Am Abend steht gegen 20 Uhr das Abschlusstraining beim Verein München-Laim auf dem Programm, am Samstag folgt eine Videobesprechung, ehe um 15 Uhr die Partie angepfiffen wird. Wo wird gespielt? Ausgespielt wird der Supercup in München, im „SAP Garden" – einer der modernsten Multifunktionsarenen Europas, wie die Handball-Bundesliga Frauen (HBF) schreibt. Und weiter: „Die Heimspielstätte des EHC Red Bull München bietet mit ihrer zentralen Lage im Olympiapark allerbeste Voraussetzungen, um Handball-Spitzensport ins Rampenlicht zu rücken." Wann wird gespielt? Die Frauen eröffnen den Handballtag um 15 Uhr, wenn die HSG Blomberg-Lippe auf den Thüringer HC trifft. Die Partie markiert, so die HBF, auch bei den Frauen den offiziellen Auftakt zur neuen Spielzeit – die erste, die unter dem neuen Namen „Alsco Handball Bundesliga Frauen". Um 18 Uhr spielen bei den Männern Füchse Berlin und der THW Kiel. Wer pfeift? Schiedsrichter der Partie zwischen der HSG und dem THC sind Ramesh und Suresh Thiyagarajah. Sie pfiffen auch das DHB-Pokal-Finale der HSG Blomnberg-Lippe gegen HB Ludwigsburg im März in Stuttgart, das HBL mit 31:21 (16:10) gewann. Wo ist das Spiel zu sehen? Der Sender DF1 hat eine Partnerschaft mit der HBF geschlossen und überträgt künftig Spiele live und exklusiv im Free-TV. DF1 berichtet am Samstag ab 14.30 Uhr live vom Supercup. Darüber hinaus werden in der Saison 2025/26 bis zu zehn Partien aus der ,Alsco Handball Bundesliga Frauen’, der höchsten deutschen Frauen-Liga, live und exklusiv auf DF1 im Free-TV zu sehen sein", schreibt die HBF. Hierfür etabliere der Sender eine neue Anwurfzeit am Sonntag um 14.30 Uhr. Auch die Streamingdienste Dyn und Sporteurope.TV (vorher Sportdeutschland.TV) übertragen aus München.