Von Fatih Akins Rapper-Drama «Rheingold» bis zur «Häschenschule» für Kinder - die Film- und Medienstiftung NRW hat 2022 mehr als 400 Filme, Serien und Games sowie Kinos, Festivals und Projekte gefördert. Das Gesamtfördervolumen betrug rund 36 Millionen Euro, teilte die nordrhein-westfälische Stiftung am Freitag mit. Davon seien mit rund 18 Millionen Euro fiktionale und dokumentarische Kinofilme gefördert worden. Acht Millionen Euro flossen in Serien- und TV-Filme. Mit 1,5 Millionen Euro wurden die Kinos in NRW unterstützt.
Beim Deutschen Filmpreis 2022 holten Filme, die von der NRW-Filmstiftung gefördert wurden, 16 von 22 möglichen Lolas. Nordrhein-Westfalen ist auch ein gefragter Drehort für nationale und internationale Produktionen. So drehte Margarethe von Trotta den Berlinale-Wettbewerbsfilm «Ingeborg Bachmann - Reise in die Wüste» auch in NRW. Zudem wurde im August 2022 unter anderem der Landschaftspark Duisburg zum Drehort für die «Tribute von Panem»-Vorgeschichte «The Hunger Games: The Ballad of Songbirds and Snakes».
An der Spitze der Film- und Medienstiftung steht zum 1. Januar 2024 ein Wechsel bevor. Dann löst Walid Nakschbandi die langjährige Geschäftsführerin Petra Müller (65) ab. Nakschbandi kommt von der Holtzbrinck-Gruppe, bei der er viele Jahren auf nationaler und internationaler Ebene tätig war.
Die Filmstiftung hat vier Gesellschafter - das Land NRW, den WDR, das ZDF und RTL. Die 1991 gegründete Filmstiftung gehört mit einem durchschnittlichen Fördervolumen von 40 Millionen Euro zu den bedeutendsten Förderhäusern in Deutschland und Europa.