Großübung reißt Lemgoer am frühen Samstagmorgen aus dem Schlaf

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(© Feuerwehr Lemgo)

Lemgo. Viele Lemgoer wurden am frühen Samstagmorgen durch Sirenen und etliche Fahrzeuge mit Blaulicht aus dem Schlaf gerissen. Gegen 4.57 Uhr war der Alarm ausgelöst worden, die Meldung: Massenunfall auf der Südumgehung - ein umgestürztes Fahrzeug, brennendes Auto, eingeklemmte Menschen, eine große Anzahl von Verletzten.

Die Rettungskräfte der Lemgoer Feuerwehr, des Bevölkerungsschutzes Lippe, der Feuerwehr Bad Salzuflen, der technischen Einsatzgruppen der THW-Ortsverbände Lemgo und Detmold, der Feuerwehr Detmold, der Hilfsdienste der Johanniter, Malteser und des Deutschen Roten Kreuzes rückten aus - vor Ort auf der B66n erwies sich der Einsatz glücklicherweise nur als großangelegte Übung, die den beteiligten Rettungskräften vorab nicht bekannt war.

Der Einsatzort lag auf der B66n zwischen der Auffahrt Wahmbeck und der Kreuzung mit der B238 sowie auf einem Wirtschaftsweg unterhalb der Südumgehung. Dort warteten 15 Verletzte, teils von Mitgliedern der Feuerwehr Möllenbeck (Niedersachsen) gemimt und teils durch Puppen dargestellt, mit zum Teil schweren Verletzungen, in vier Autos, eines davon brennend und eines in Dachlage.

Die Schwierigkeit für die Einsatzkräfte lag vor allem in der großen Anzahl von Verletzten. Auch die Auslösung der Stufe 2 „Massenanfall von Verletzten" und die Umsetzung der Kommunikationswege als interkommunale Aufgabe unter realen Bedingungen waren besondere Herausforderungen. Kurz vor 7 Uhr war der Einsatz abgeschlossen

Fast 120 Personen waren an der Übung beteiligt, mit der die Mannschaftsstärke der Feuerwehr unter Berücksichtigung der Ferienzeit getestet werden sollte. Verantwortlich zeichneten die Feuerwehr Lemgo, der Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe und die Polizei Lemgo. Die Übungsleitung lag bei Friedhelm Plöger vom Kreis Lippe und Klaus Wegener. Beobachtet wurde die Übung auch von Kreisbrandmeister Karl-Heinz Brakemeier und Bürgermeister Dr. Reiner Austermann.

Die Ergebnisse werden auf der Führungsebene der Feuerwehr und des Rettungsdienstes des Kreises Lippe noch genauer analysiert, der Leiter der Lemgoer Feuerwehr Klaus Wegener äußerte sich nach dem Abschluss der Übung bereits lobend und zufrieden: „Besonders gut gelaufen sind die Verletztenbetreuung und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Beteiligten von Feuerwehren, Rettungsdiensten und den leitenden Notärzten. Tiefer analysieren werden wir im Nachgang noch Schwierigkeiten von Anfahrten in unbekanntem Terrain."

Zur Einstimmung auf das wohlverdiente Wochenende gab es am Ende für alle Übungsteilnehmer noch ein gemeinsames Frühstück am Feuerwehr-Ausbildungs-Zentrum in Brake.

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