Augustdorfer Zeitsoldat stellt Straftäter

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Der verdiente Lohn für Zivilcourage: Oberstleutnant Matthias Greune (li.) und Hauptmann Hendrik Caßer (re.) freuen sich mit dem Oberstabsgefreiten Artur Getting (Mitte) über die „Förmliche Anerkennung" für das entschlossene Eingreifen des jungen Panzergrenadiers. - © Bundeswehr / Jens Wander
Der verdiente Lohn für Zivilcourage: Oberstleutnant Matthias Greune (li.) und Hauptmann Hendrik Caßer (re.) freuen sich mit dem Oberstabsgefreiten Artur Getting (Mitte) über die „Förmliche Anerkennung" für das entschlossene Eingreifen des jungen Panzergrenadiers. (© Bundeswehr / Jens Wander)

Augustdorf. Was sich für Außenstehende nach einer Krimi-Episode anhört, ist für Artur Getting aus Bad Oeynhausen in einer Juli-Nacht Realität geworden. Dem Zeitsoldaten, der in der Augustdorfer Rommel-Kaserne stationiert ist, fiel das auffällige Verhalten eines Mannes auf – und er griff ein.

Der Vorfall ereignete sich laut einer Pressemitteilung der Bundeswehr in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli, als Artur Getting nach der Heimfahrt noch einen Moment in seinem Auto sitzen blieb und dann den Mann beobachtete. Als er ihn ansprach, ergriff dieser die Flucht. Ohne Zögern nahm Artur Getting die Verfolgung auf und ergriff den Flüchtigen und hielt ihn solange fest, bis die Polizei eintraf. Anschließend gab der Verdächtige bei seiner Vernehmung zu, aus zwei abgestellten Fahrzeugen Gegenstände entwendet zu haben.

Als Anerkennung für sein beherztes Eingreifen erteilte der Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 212, Oberstleutnant Matthias Greune, dem Oberstabsgefreiten eine förmliche Anerkennung und Sonderurlaub. „Von uns Soldaten wird in solchen Situationen beherztes Eingreifen erwartet. Das hat der Kamerad sehr gut gemacht“, so der Oberstleutnant. Polizeidirektor Mathias Schmidt von Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke dankte dem Bundeswehrsoldaten ebenfalls. „Sie haben in einer unklaren Situation nicht weggesehen, sondern entschlossen und verantwortungsbewusst gehandelt“, so der Abteilungsleiter in seinem Dankschreiben. Dem „tatkräftigen und couragierten Einsatz“ sei es zu verdanken, dass ein „Straftäter auf frischer Tat gefasst werden konnte“. Die Geschädigten erhielten noch in der Tatnacht ihr Eigentum zurück.

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