Bad Salzuflen-Schötmar. Bereits zum 13. Mal hat sich die idyllische Naturbühne im Umweltzentrum Heerser Mühle in einen Tatort der Hochspannung verwandelt. Das Orga-Team um UWZ-Geschäftsführer Ulrich Kaminsky und Krimi-Autor Uwe Vöhl hat dem begeisterten Publikum der ausverkauften Veranstaltung „Morde im Grünen“ mal wieder einen nervenaufreibenden Abend mit interessanten Gästen beschert. Bei der Begrüßung am Samstagabend stellten Kaminsky und Vöhl vor ausverkaufter Runde verblüfft fest, dass sie sich im Laufe der Jahre wohl auch optisch einander angenähert hätten. „Wir tragen beide Schwarz“, amüsierte sich Vöhl. Drei Jahre sei es bereits her, dass die letzte Kriminacht auf der Naturbühne stattgefunden habe. Hochkarätige Autoren aus der Region „Nach zwei Jahren Zwangspause wegen Corona, mussten wir vergangenes Jahr wegen Regens in die Remise ausweichen“, erinnerte Kaminsky, bevor hochkarätige Autoren aus der Region wie Pierre Lagrange alias Sven Koch und Robert C. Marley alias Gerald Hagemann ihr Publikum unter dem grünen Weiden-Baldachin der Naturbühne mit literarischem Feingefühl in Atem hielten. Mit den spannenden Kriminalfällen des schrulligen Ex-Commissaire Albin Leclerc und dessen Mops Tyson entführte Lagrange das Publikum in die bezaubernde Landschaft der französischen Provence. Während Robert C. Marley in bester britischer Erzähltradition atemberaubende Handlungen und skurrile Charaktere wie den in London ermittelnden Chief Inspector Donald Swanson beschrieb. Als wahre Improvisationskünstler entpuppten sich Darsteller der Theatergruppe „Statttheater“, die zwischen den Lesungen verschiedene Krimi-Szenen nachspielten und dabei zur Freude des Publikums nicht immer den nötigen kriminalistischen Ernst an den Tag legten. Mit einer gehörigen Portion dramatischer Energie überzeichneten sie die Romanvorlagen oder improvisierten blitzschnell eigene kleine Geschichten. Erstklassige musikalische Unterhaltung steuerte die Salzufler Formation „The Last Row“ bei. Sängerin Aimee Tiamson, Bassist Marvin Schmidt und Gitarrist Louis Laubenstein kamen mit ihren Akustik-Cover-Interpretationen von bekannten und weniger bekannten Klassikern dem Original ziemlich nah. Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus für eine abwechslungsreiche Kriminacht unter freiem Himmel.