Lemgo. Handball-Bundesliga-Spitzenreiter HSG Blomberg-Lippe steht in der European League vor dem Ausscheiden in der Gruppenphase. Wie berichtet ging auch die dritte Begegnung verloren. Vor 1202 Zuschauern in der Phoenix-Contact-Arena nahm Nykøbing Falster Handbold am Sonntagabend beim 29:22 beide Zähler mit und führt nun die Tabelle mit fünf Zählern an, während die HSG als Schlusslicht der Gruppe noch nicht gepunktet hat. „Das Ergebnis spricht für sich, 22 erzielte Treffer sind einfach zu wenig, uns fehlte die Durchschlagskraft im Angriff“, analysierte Spielführerin Laura Rüffieux die Niederlage gegen die Däninnen: „Uns stecken viele Spiele in den Beinen. Wenn dann auch noch Andrea Jacobsen ausfällt, ist es zu viel.“ Trainer Steffen Birkner setzte auf seinen derzeitigen Stammrückraum mit Nieke Kühne, Diana Magnusdottir und Elin Magnusdottir. Um die Spielzeit etwas zu verteilen und Pausen zu generieren, half Rüffieux zunächst immer in der Abwehr. Etwas Einsatzzeit erhielt auch Nuria Bucher, in der Schlussphase sammelte Malin Sandberg wieder Praxis nach ihrer Bronchitis. „Wir werden weiter versuchen, das Beste aus der Situation zu machen“ Auf dem linken Flügel bekam Ona Vegue zunächst den Vorzug vor Alexia Hauf. Auf der Gegenseite gibt es zu Farrelle Njinkeu derzeit keine Alternative. „Wir werden weiter versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Klar bist du irgendwann müde, aber wir jammern nicht“, betonte die 30-jährige Spielführerin, die in Halbzeit zwei drei der insgesamt nur acht Blomberger Tore beisteuerte: „Es wäre wichtig gewesen, mit einer Führung in die Kabine zu gehen, vielleicht läuft die Begegnung dann anders.“ Gut hatte es nach dem 13:11 (23.) von Nieke Kühne ausgesehen, die fünfte Parade von Lara Lepschi war dem Treffer vorausgegangen. Es folgte ein 0:4-Lauf und das 14:16 mit der letzten Aktion vor dem Seitenwechsel. Fünf Minuten dauerte es bis zum ersten Blomberger Treffer in Abschnitt zwei, der dritte fiel durch Rüffieux zum 17:23 (47.). Da war der berühmte Drops eigentlich schon gelutscht.