33.000 Euro Sozialleistung ergaunert: Betrüger zu Freiheitsstrafe verurteilt

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Symbolbild. - © Pixabay
Symbolbild. (© Pixabay)

Detmold. Ein Mann aus dem Kreis Lippe ist vor dem Landgericht Detmold zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden - wegen Sozialleistungsbetrugs und Steuerverkürzung. Der 45-Jährige hatte unberechtigterweise Sozialleistungen in Höhe von rund 33.000 Euro eingeheimst.

Der Mann verdient sich als Altmetallhändler seinen Lebensunterhalt. Wie das Hauptzollamt Bielefeld mitteilt, habe er so von Januar 2012 bis Dezember 2014 rund 123.000 Euro verdient. Das hätten Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit ergeben. Dennoch stellte er in diesem Zeitraum mehrere Anträge auf Arbeitslosengeld. Gegenüber dem Jobcenter verschwieg er seine Einkünfte aus dieser Tätigkeit und erhielt ungerechtfertigt Sozialleistungen von rund 33.000 Euro.

Der Angeklagte gestand die ihm zur Last gelegten Taten, was sich strafmildernd auswirkte. Zudem erkannte das Gericht eine verminderte Schuldfähigkeit aufgrund seiner Spielsucht.Strafverschärfend war jedoch die Liste der Vorstrafen wegen diverser Vermögensdelikte. Bereits im Jahr 2011 war der Mann wegen Sozialleistungsbetrugs verurteilt worden.

Wegen seiner Drogen- und Spielsucht ordnete das Gericht die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Das Urteil wurde bereits am 16. Mai gesprochen. Warum der Fall erst jetzt öffentlich wurde, ist nicht bekannt.

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