Schmiererei an der Toilettentür warnt vor Amoklauf am Grabbe-Gymnasium

Nadine Uphoff

  • 2
Die Schüler des Grabbe Gymnasiums setzten im Sommer ein gemeinsames Zeichen gegen die Amokdrohungen, die seit März regelmäßig durch Schmierereien verbreitet werden. - © Archivfoto: Till Sadlowski
Die Schüler des Grabbe Gymnasiums setzten im Sommer ein gemeinsames Zeichen gegen die Amokdrohungen, die seit März regelmäßig durch Schmierereien verbreitet werden. (© Archivfoto: Till Sadlowski)

Detmold. Erneut hat es einen Amoklauf-Drohung am Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium in Detmold gegeben. Datiert ist die Tat nach Auskunft der Polizei für Freitag, 11. Oktober. Die Schmiererei habe auf einer Toilettentür gestanden. Am Montag ist sie den Beamten gemeldet worden.

"Das ist bereits die fünfte Amokdrohung am Grabbe-Gymnasium in diesem Jahr. Zum Glück hat sich noch keine bewahrheitet", sagt Dr. Laura Merks, Sprecherin der Polizei. Im Sommer gab es wegen der sich häufenden Drohungen als solidarische Aktion bereits eine von Schülern initiierte Menschenkette auf dem Schulhof.

Einlasskontrollen auf dem Schulhof

Der Unterricht soll am Freitag regulär stattfinden, heißt es seitens der Schule. "Dennoch nehme ich die Drohung ernst, auch wenn ich es sehr bedauere, dass eine solche Schmiererei erneut aufgetaucht ist", sagt Schulleiterin Daniela Faude. Das Krisenteam der Schule hat in Abstimmung mit der Bezirksregierung, dem Schulträger und der zuständigen Polizeibehörde geeignete Schritte eingeleitet. Es wird Einlasskontrollen der Beamten geben. Das bedeutet, dass sämtliche Taschen kontrolliert würden. Die Polizei soll während der gesamten Unterrichtszeit vor Ort sein. Die Präsenz soll die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass tatsächlich etwas passiert. Diese Informationen wurden den Eltern in einem Brief mitgeteilt.

Auch wenn es sich nur um einen dummen Streich handele, drohen dem Täter, falls er identifiziert wird, harte Konsequenzen. "Er müsste den gesamten Polizeieinsatz bezahlen", unterstreicht Merks. Das könne eine fünfstellige Summe nach sich ziehen. So eine Drohung sei kein Scherz, anderen Schülern würde unnötig Angst gemacht werden.

Darüber hinaus wird es eine Arbeitsgruppe mit Schülern geben, die erarbeiten will, was getan werden muss, dass es keine weiteren Drohungen mehr geben wird. "Ich wünsche mir, dass die Schüler verstehen, dass eine Amokandrohung kein Spaß ist und es heute in unserer Gesellschaft viel wichtiger ist, gemeinsam stark und mutig zu sein und es sich lohnt, sich für eine gute Sache einzusetzen", so die Schulleiterin.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

2 Kommentare
2 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!