Detmold-Brokhausen. Hier ein Buchtabe zu wenig, da einer zuviell: Als ob die Stadt mit dem fehlenden „h“ im Namen Günter-Gronhoff-Straße (die LZ berichtete) nicht schon genug Ärger mit einem Straßenschild hat, beweist nun die Baufirma in größter Ignoranz ihre völlige Unkenntnis der lokalen Gegebenheiten. Seit einigen Tagen weisen Hinweistafeln auf die Sperrung der bislang in Detmold völlig unbekannten „Brockhauser Straße" hin. Das Unternehmen hat ein „C“ zuviel auf die Schilder malen lassen. „Wir waren es nicht“, wäscht die Stadt ihre Hände in Unschuld, „das haben die Bauleute so geschrieben.“ "Die Broekser sind stolz auf ihr Dorf.“ Ortsbürgermeister Cord-Henrik Starke nimmt es mit Humor. „Es gibt unser Brokhausen, Breoksen, Bruchhausen – und auch Brockhausen.“ Etwa in Niedersachsen oder im Märkischen Kreis. Aber die einzig wahre und richtige Schreibweise für das mitten in der Natur liegende lippische Dorf sei ja zum Glück weltweit jedermann bekannt. „Wir können daher über das ,Brockhausen nur lachen – übrigens auch, wenn es an die Aussprache des Namen geht.“ Dennoch schüttele der ein oder andere über das „C“ den Kopf. Aber wie auch immer: „Die ,Broekser' – wie alle hier sich nennen – sind stolz auf ihr Dorf.“ Bleibe abzuwarten, wie es in Zukunft noch genannt werde, schreibt er, und zeichnet mit „Cord-Henrik Starke, Ortsbürgermeister, Bro(c)khausen“