Detmold. Im Kunstpunkt Detmold wird am Sonntag, 26. Mai, 11 Uhr, unter dem Titel „StArt“ die erste vom Verein kuratierte Ausstellung eröffnet. Zu sehen sein werden in dem Haus an der Siegfriedstraße laut Pressemitteilung der Initiatoren Werke von Christa Fuhrmann, Christel Linkerhägner, Vera Kunas und Rainer Nummer.
Christa Fuhrmann zeige eine Auswahl ihrer Edelstahlgewebe. „Die Künstlerin webt mit feinen Edelstahlfäden, die eigentlich in der Industrie für feine, präzise gefertigte Gewebe gebraucht werden. Sie denkt dabei nicht an Präzision, spielt mit dem Material, nutzt ,Fehler’ zur Gestaltung. Die Fäden liegen unregelmäßig dicht nebeneinander, schließen je nach der Geschichte, von der das Bild erzählt, ganz unterschiedliche andere Materialien ein. Es entstehen fast transparente Flächen, die vor einem Hintergrund schweben, auf dem sie ein wechselndes Spiel von Licht und Schatten erzeugen - den Gedanken freien Lauf lassen“, schreibt der Verein.
Von Christel Linkerhägner sei eine Auswahl ihrer Animationskurzfilme zu sehen, die mit Ironie und Gedankenmustern spielten.
Geheimnisvolle Botschaften aus dem Büro
Nach einer Reise mit Freunden durch den tropischen Regenwald malte Vera Kunas im Jahr 2015 die „Paradies-Serie“. „Der Fülle und dem Leben des Dschungels sind die Verlorenheit und innere Leere des Menschen mittels konturierter, symbolhafter Figuren gegenübergestellt“, heißt es in der Einladung.
Für geheimnisvolle Botschaften aus seinem Büro, für sichtbare Poesie, ist der Detmolder Künstler Rainer Nummer bekannt. Er befasst sich nach Angaben der Kuratoren mit einer neuen Form der Arte Povera – mit „armer Kunst“, die aus vorgefundenen und aufgelesenen Materialien Neues schafft. Auf schlichtem Packpapier arbeite Rainer Nummer als malerischer Zeichner mit sparsam eingesetzten Farben. Seine Bilder und Objekte wirkten durch ihre Einfachheit, dabei seien sie alles andere als einfach.
Der Verein Kunstpunkt arbeitet nach eigenen Angaben mit dem Quartiersmanagement zusammen und entwickelt Ideen für die Nutzung des Außenbereiches unter anderem für Sommerworkshops. Dafür sucht der Kunstpunkt Gruppen und Einzelpersonen, die sich ab dem nächsten Jahr an einem Urban-Gardening-Projekt beteiligen. „Angedacht ist der Bau von Hochbeeten, die von Gruppen, Familien, Kitas und Schulen angelegt, gepflegt und bewirtschaftet werden. So wird im Außenbereich ein Mix aus Garten und Kunst entstehen, der Strahlkraft ins Quartier hat und die Wege zur Kunst ebnet“, erklärt der Verein.
Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.kunstpunkt-detmold.de