Abschlussbericht zum Flugzeugabsturz in Extertal: Pilot unterschätzte Risiko

Jens Rademacher

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Wrack des Ultraleichtflugzeugs im Wald bei Linderhofe. - © Jens Rademacher (Archiv)
Wrack des Ultraleichtflugzeugs im Wald bei Linderhofe. (© Jens Rademacher (Archiv))
Das Wrack des Ultraleichtflugzeugs im Wald bei Linderhofe. - © Jens Rademacher (Archiv)
Das Wrack des Ultraleichtflugzeugs im Wald bei Linderhofe. (© Jens Rademacher (Archiv))

Extertal-Linderhofe/Braunschweig. Fehler des Piloten sind für den Absturz eines Ultraleichtflugzeugs nahe der Burg Sternberg vor zweieinhalb Jahren verantwortlich. Zu diesem Schluss kommt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in ihrem Abschlussbericht.

Der damals 62-jährige Pilot war demnach weitergeflogen, obwohl er keine ausreichende Sicht mehr hatte. Die Maschine vom Typ Pipistrel streifte am Nachmittag des 19. Februar 2017 die Bäume am 393 Meter hohen Schanzenberg bei Linderhofe und zerschellte im Wald (die LZ berichtete seinerzeit). Der Pilot wurde schwer verletzt, eine Frau fand ihn im Wald und alarmierte die Rettungskräfte.



Der Mann war vom Flugplatz Gelnhausen bei Hanau zum Flugplatz Hodenhagen bei Walsrode unterwegs, wie aus dem Untersuchungsbericht der Braunschweiger Bundesstelle hervorgeht. Während des Flugs wurde das Wetter immer schlechter. Dem Fluglotsen gegenüber gab der Pilot an, deshalb auf dem Flugplatz in Rinteln landen zu wollen.

Das war zu optimistisch. Der Mann, so die Einschätzung der Experten, hätte den Flug vorher abbrechen müssen. Doch er flog weiter, obwohl er wegen der tiefhängenden Wolken kaum noch etwas erkennen konnte. Als die Bäume vor ihm auftauchten, versuchte er noch, ihnen auszuweichen - vergeblich. „Die BFU ist der Auffassung, dass der Pilot das unmittelbare Risiko unterschätzte", heißt es im Untersuchungsbericht.

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