Extertal. Extertaler in hochwassergefährdeten Gebieten sind zum Selbstschutz aufgerufen. Das hat Bauamtsleiter Sven Herzog im Umweltausschuss betont. Wer in einem Gefahrenbereich wie etwa in Nalhof wohnt, sollte demnach erwägen, beispielsweise selbst Sandsäcke anzuschaffen und für den Fall eines Falles bereitzuhalten. Eine Karte mit den wesentlichen Hochwassergefahrenpunkten soll demnächst auf der Internetseite der Gemeinde unter www.extertal.de veröffentlicht werden. Diese Karte werde derzeit von einem externen Büro aufbereitet, sagte Herzog im LZ-Gespräch. In die Karte sind auch Erfahrungswerte miteingeflossen: Informationen vom Bauhof der Gemeinde und von der Feuerwehr, wo es etwa bei Starkregen regelmäßig Probleme gibt. Eine Karte für Lippe mit den Fließwegen bei Starkregen ist bereits im Geoportal des Kreises Lippe abrufbar. Bauhof kontrolliert Abflüsse Diese neuralgischen Punkte kontrolliere der Bauhof bereits jetzt, wenn Starkregen angekündigt ist, sagte Herzog. Dort wird dann zum Beispiel geschaut, ob Gullys, Abläufe oder Gitter an Gewässern in Waldgebieten frei und durchlässig sind. Eine Garantie ist das aber nicht. Deshalb will die Gemeinde Extertal nach Kalletaler Vorbild ein Faltblatt erstellen, in dem Tipps zum Selbstschutz oder wichtige Notfall-Telefonnummern zusammengefasst sind. Dieses Infoblatt soll dann ebenfalls auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht werden. Die Gemeinde Extertal hält selbst mehrere 100 Sandsäcke für die Einsatzkräfte vor. Derzeit sucht die Gemeindeverwaltung nach einem geeigneten Lagerort – oder nach zweien: „Sinnvoll wäre ein Lager im oberen und eines im unteren Extertal“, sagt Herzog.