Zwei Bass-Legenden spielen im „Red Horn“

Sven Koch

  • 0
„Hattler" ist das Projekt des deutschen Ausnahme-Bassisten Hellmut Hattler, der schon zu Krautrock-Zeiten mit „Kraan" Furore machte. - © Hattler
„Hattler" ist das Projekt des deutschen Ausnahme-Bassisten Hellmut Hattler, der schon zu Krautrock-Zeiten mit „Kraan" Furore machte. (© Hattler)

Horn-Bad Meinberg/Wilberg. Wolfgang Schmid zählt neben Hellmut Hattler zu den herausragenden und prägenden Bassisten in Deutschland. Innerhalb von einem Monat treten beide – jeweils mit ihren aktuellen Projekten – im „Red Horn District" in Wilberg auf. Am Samstag, 29. Februar, kommen „Luminos W feat. Wolfgang Schmid", „Hattler" sind dann am 28. März an der Reihe. Einlass ist jeweils um 19 Uhr.

Elekrifizierte Groove-Dekonstruktionen – das bietet „Luminos W", das Duo von Oli Rubow und Peter Wölpl. Mit Schlagzeug, Gitarre und zwei vernetzten Computern gestalten die beiden Musiker Spannungsbögen von starker Dichte und Vielschichtigkeit. Mal frei improvisiert und in Echtzeit entwickelt, mal im Bezug auf vorhandene Strukturen oder Kompositionen, immer mit „Wie machen die-denn das bloß?"-Faktor wird im Mantel des Elektronischen situativ auf unterschiedliche Musikrichtungen zugegriffen.

„Luminos W" treten am 29. Februar in Wilberg auf – ein Duo, das viel improvisierte Musik bieten wird. - © Luminos W
„Luminos W" treten am 29. Februar in Wilberg auf – ein Duo, das viel improvisierte Musik bieten wird. (© Luminos W)

„,Luminos W‘ konstruiert, dekonstruiert und rekonstruiert, schafft Neues und schickt es in die Umlaufbahn. Auf dass neue Himmelspunkte erleuchten... Von Kopfkino bis tanzbar werden die Zuhörer mit auf die Reise genommen und im Idealfall (im doppelten Wortsinn) bewegt", so heißt es in der Ankündigung. Im Februar 2014 gab es eine erste Studiosession aus der das Debütalbum „Elktrfzrt" (PeWoE Records) geschnitten wurde. Nach diversen Konzerten, produktionstechnischen Beteiligungen und Remixen (unter anderem für Hellmut Hattler, Karin Rabhansel, Komfortrauschen) ist mittlerweile auch die zweite CD „Punkt" (PeWoE Records) eingetütet. Sie wurde im Rahmen des Aalener Jazzfests im November 2017 veröffentlicht. Im Gegensatz zum großen Jam mit wenigen Bausteinen, standen diesmal klare Kompositionen Pate, die während des Aufnahmeprozesses ihre eigene Gestalt erhalten haben. Wolfgang Schmids teilweise furiose Spielweise und stilistische Vielfalt ließ ihn zum Vorbild vieler Bassisten der Funk- und Fusionszene werden.

Am Samstag, 28. März, kommt dann „Hattler". Echo-Preisträger und Ausnahmebassist Hellmut Hattler biete mit seinem Projekt laut Ankündigung eine „unnachahmliche Melange aus coolen Clubsounds, Psychedelic Pop und NuJazz". Hellmut Hattler ist als Ausnahmebassist in Deutschland legendär („Kraan", „Tab Two", „Siyou’n’Hell") und auch in der internationalen Szene als „musician’s musician" eine feste Größe.

Kaum ein anderer deutscher Musiker habe sich so konsequent als Instrumentalist und Songwriter durch eine so unverwechselbare musikalische Sprache hervorgetan, sich darüber hinaus ständig weiterentwickelt, ohne dabei den roten Faden seiner musikalischen Wiedererkennbarkeit zu verlieren. Seit einigen Jahren nun fokussiert er seine ganze Erfahrung und Leidenschaft auf sein Lieblingsprojekt „Hattler".

Live wird das Repertoire der international erfolgreichen Alben („No Eats Yes", „Mallberry Moon", „The Big Flow", „Gotham City Beach Club Suite", „The Kite" und das brandneue Werk „Warhol Holidays") von einer Band umgesetzt, die „spielend" den Spagat schaffe, moderne Elektronik, handgemachte instrumentale Virtuosität und eine großartige Stimme zu einer organischen Einheit zu verbinden. Den Konzertbesucher erwarte eine unnachahmliche Melange aus „coolen Clubsounds, Psychedelic Pop und NuJazz, die als druckvolle Liveversionen der besten ,Hattler‘-Titel zu Gehör gebracht werden."

„Wir sind eine echte Live-Band, und es geht bei unseren Konzerten immer – und ohne Beweislast – nur um Musik, Rhythmus und alles, was die Gehirnzellen und Füße bewegt", so Helmut Hattler. Das Ganze wird zusätzlich von perfekten Live-Videoprojektionen unterstützt.

Information

Eintrittskarten

Tickets für die beiden Konzerte sind an der Abendkasse erhältlich und kosten 20 Euro. Vereinsmitglieder bezahlen 15 Euro, ermäßigte Eintrittskarten kosten 10 Euro. Im Vorverkauf gibt es die Tickets unter anderem in den Geschäftsstellen der Lippischen Landes-Zeitung sowie bei der Medienagentur Brink in Blomberg und online unter www.redhorndistrict.de.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!