Horn-Bad Meinberg. Da rieben sich Politiker und Besucher am Dienstagabend verwundert die Augen: Für eine Sanierung des seit zwei Jahren geschlossenen Bad Meinberger Badehaus gibt es massive Fördergelder? Bis zu 80 Prozent der Investitionssumme stellt ein EFRE-Förderprogramm von EU und Land in Aussicht. Ein wichtiger Aspekt, hadert die Stadt doch schon länger damit, was sie mit dem inzwischen von ihr gekauften Gebäudekomplex tun soll. Ein Kommentar von LZ-Redakteurin Cordula Gröne Für die Öffentlichkeit ist nicht erkennbar, auf welchem Stand sich die Gespräche mit dem potenziellen Investor befinden. Welche Bedenken dieser oder die Stadt mit ihm hat. Die Verwaltung verweist auf das laufende Verfahren; Informationen gibt es nicht. Vermutlich möchte die Firma das Bad in einem besseren baulichen und technischen Zustand erwerben. Auch dafür wären die Fördermittel ein Segen. Doch ob die Stadt mit einem Geldregen rechnen kann, ist nicht sicher. Mit dem Förderprogramm werden nur Bäder bezuschusst, die zum sportlichen Schwimmen oder für Reha-Maßnahmen ausgelegt sind. Es gibt nichts für Einrichtungen, die die Erholung und den Spaß der Badegäste im Sinn haben. Dennoch haben die Fraktionen recht, dass sie vor einer Entscheidung genau informiert sein müssen. Es muss endlich vorangehen mit dem Badehaus, dessen Zustand durch die Schließung nicht besser wird. Und ob Interimskonzept oder Dauerlösung – es müssen genauere Zahlen her. Die Zeit spielt der Stadt nicht in die Hände: Die Fördermittel müssen schnell beantragt werden; der Topf ist mit 196 Millionen Euro so üppig nicht bestückt.