Horn-Bad Meinberg. Die Stadt gibt künftig keine Schulbücher mehr für eine besondere Schülergruppe aus. Betroffen davon sind Kinder aus einkommensschwachen Familien. Bisher erhielten nach Angaben der Verwaltung zu Beginn eines jeden Schuljahres Schüler aus Familien, die die Kosten für Schulbücher nicht aufbringen können, diese von der Stadt. Dazu mussten die Eltern Anfang August die Bestellliste der jeweiligen Schule einreichen und durch einen Leistungsbescheid vom Jobcenter oder dem Sozialamt die Hilfebedürftigkeit nachweisen. Im Anschluss wurden die Bücher beschafft und vor Schuljahresbeginn an die Familien ausgegeben. „Dieser Vorgang bindet jährlich nicht unerhebliche finanzielle und personelle Ressourcen“, erläuterte die Verwaltung ihre Eingabe in einer Vorlage an den Schulausschuss. Zudem sei dies auch seit einiger Zeit in den meisten Kommunen keine gängige Praxis mehr. Eine Weiterführung erscheine insgesamt nicht sinnvoll, da die anspruchsberechtigten Familien die gleiche Leistung aus dem Bildung- und Teilhabepaket des Jobcenters oder Sozialamtes erhalten könnten. Dort könnten sie einen entsprechenden Antrag stellen und erhielten dann eine Erstattung der Kosten der Schulbücher. Bernd Strömich, Leiter der Grundschule Horn, wandte dagegen ein, dass es einige Familien nicht schaffen würden, Schulbücher eigenständig zu bestellen. Er sieht die Schule in der Pflicht, diese dann zu besorgen.