Einbrecher knacken Geldautomaten einer Volksbank-Filiale in Hohenhausen

Jens Rademacher

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In der Volksbank-Geschäftsstelle Hohenhausen haben Einbrecher zwei Geldautomaten aufgebrochen. - © Jens Rademacher
In der Volksbank-Geschäftsstelle Hohenhausen haben Einbrecher zwei Geldautomaten aufgebrochen. (© Jens Rademacher)

Kalletal-Hohenhausen. Spektakulärer Einbruch in die Volksbank-Filiale neben dem Rathaus in Hohenhausen: Unbekannte haben dort in der Nacht von Sonntag auf Montag eine sechsstellige Summe Bargeld erbeutet. Die Volksbank Bad Salzuflen spricht von einem Betrag, der „weit unter 200.000 Euro" liegt. Die Einbrecher knackten die beiden Geldautomaten der Filiale.

Bei der Polizei schlug um kurz vor 23 Uhr am Sonntagabend über eine Sicherheitszentrale ein Alarm auf. Ob der Alarm von den Einbrechern ausgelöst wurde, sei noch nicht 100 prozenzig geklärt, so Polizei-Pressesprecherin Dr. Laura Merks. „Wenige Minuten später waren Polizeibeamte vor Ort." Die Kollegen hätten aber nichts feststellen können, das darauf habe schließen lassen, dass jemand ins Gebäude eingedrungen war. Daraufhin rückte die Polizei wieder ab. Dass die Täter zu diesem Zeitpunkt noch im Haus waren, sei nicht auszuschließen, so Merks. Die Polizisten vor Ort hätten das Gebäude nicht betreten können. Auch der Sicherheitsdienst der Bank sei nicht vor Ort gewesen.

Einbruch wird erst am nächsten Morgen entdeckt

Den Einbruch entdeckte dann erst Sascha Dölling, Geschäftsstellenleiter der Volksbank, als er am nächsten Morgen zur Arbeit kam. „Von außen war so gut wie nichts zu erkennen", sagte Christian Keller, Pressesprecher der Volksbank Bad Salzuflen, der LZ. Einbruchsspuren habe der Laie kaum sehen können. Auch die Geldautomaten im Eingangsbereich hätten unversehrt gewirkt, weil die Täter die Geräte von hinten angingen. Damit waren sie bei der Tat von der Bundesstraße aus durch die Scheiben nicht zu sehen. Bei dem Alarm handelte es sich um einen „stillen Alarm", so Keller. „Es schrillt also keine Sirene." Dass so viel Geld in den Geldautomaten steckte, sei nichts Ungewöhnliches.

Die Täter waren in das Gebäude gelangt, indem sie das Fenster eines rückwärtigen Besprechungsraums aufhebelten. Die Volksbank-Filiale liegt im Hohenhauser Ortskern an der Rintelner Straße (B 238). „Da waren Profis am Werk", zeigt sich Keller überzeugt. „Die wussten, was sie taten." Denn die Täter steuerten offenbar gezielt die beiden Geldautomaten an und brachen diese mit schwerstem Gerät wie Spreizer und Flex auf – die Polizei spricht von „roher Gewalt".

Täter versprühen Inhalt eines Feuerlöschers

Keller geht davon aus, dass die Täter längere Zeit am Werk
waren. Nachdem sie die Rückseiten der Geräte aufgebrochen hatten, gelangten sie an die Geldfächer, nahmen die Scheine an sich und verschwanden. Vorher versuchten sie noch, ihre Spuren zu verwischen: „Sie versprühten den Inhalt eines Feuerlöschers", sagt Merks. Weitere Räume durchsuchten die Täter nicht. Doch auch so ist der Sachschaden beträchtlich: Keller beziffert ihn auf eine vermutlich sechsstellige Summe.

Geschäftsstellenleiter Sascha Dölling habe ihm berichtet,
ihm sei angesichts des Geschehens in der Nacht etwas mulmig zumute gewesen, berichtet Keller von der Situation am Montag. Doch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle trugen das Geschehen in der Nacht offenbar mit Fassung. Am Montag ging die Polizei ein und aus, und auch am Dienstag noch waren Fachleute des Landeskriminalamts vor Ort. Die Geschäftsstelle blieb vorerst geschlossen. Die Volksbank hofft, dass sie am Mittwoch, 15. Januar, in Hohenhausen wieder öffnen kann, so Keller. Bis die Geldautomaten repariert sind, dürfte es aber noch eine Weile dauern. „So etwas hat man nicht einfach irgendwo rumstehen", gibt Keller zu bedenken.

Die Polizei hofft nun auf Hinweise – auch von Menschen, die am Wochenende und in der Tatnacht Menschen oder Fahrzeuge in der Nähe der Bankfiliale beobachtet haben. Die Polizei geht davon aus, dass die Einbrecher die Bank im Vorfeld auskundschafteten.

Kontakt zur Polizei: Telefon (05231) 6090.

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