Zäune schützen Kröten im Kalletal

Katrin Kantelberg

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Vera Johanning hiflt dabei, an der Hauptstraße zwischen Hohenhausen und Dalbke die Schutzzäune auf aufzustellen. - © Axel Bürger
Vera Johanning hiflt dabei, an der Hauptstraße zwischen Hohenhausen und Dalbke die Schutzzäune auf aufzustellen. (© Axel Bürger)

Kalletal-Erder. Seit Jahren ist Kirsten Sander unterwegs. Unermüdlich geht sie im Frühling und Herbst die Krötenzäune in Hohenhausen, Erder und am Friedwald ab, um die Tiere über die Straße zu tragen und die Population zu zählen. Jetzt ist es wieder soweit. Mit Hilfe der SPD-Fraktion hat die Naturschützerin die Zäune entlang der Hauptstraßen aufgestellt.

Kröte für Kröte wird gezählt

Etwa 500 Meter kommen da zusammen, wie Vera Johanning vermutet, die mithalf, die Barrieren aufzubauen. Denn soweit es dauerhaft wärmer als 5 Grad Celsius ist, erwachen die Amphibien aus ihrem Winterschlaf und begeben sich im Frühjahr auf den Weg zu den Laichgewässern. Dafür müssen sie immer wieder Straßen überqueren, was viele der recht langsamen Kröten nicht überleben. Sie werden von Autos überfahren. Zum Schutz hat Kirsten Sander an den stark frequentierten Laichwegen daher die Krötenzäune aufgestellt. Die Planen versperren den Kröten den Weg, die an den Zäunen entlangwandern und letztlich in vertieft eingesetzte Eimer fallen.

Aus denen sammelt Kirsten Sander sie dann morgens oder abends auf und bringt sie sicher über die Straße, wo die wechselwarmen Tiere dann zu ihren Teichen weiterhüpfen. Haben sie dort erst einmal ihre Eier abgelegt, geht es im Herbst zurück in das Winterquartier – wieder über die Straße und wieder ist dann Kirsten Sander gefragt, die Zäune aufstellt und die Kröten behutsam einsammelt. Die Frühjahrswanderung hat gerade begonnen. Wer Kirsten Sander unterstützen möchte, der kann sich gerne bei ihr melden. Infos gibt es auch bei der SPD-Erder.

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