Kalletal-Talle. Bei einem „Baustellenkaffee“ hat die Löschgruppe Talle der Freiwilligen Feuerwehr Kalletal am Samstagnachmittag den derzeitigen Stand der Bauarbeiten an dem neuen Feuerwehrgerätehaus präsentiert. Als besonderer Gast konnte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, begrüßt werden. Ebenso waren Vertreter der kommunalen Politik geladen sowie Meinolf Haase, der als Fachdienstleiter Bevölkerungsschutz beim Kreis Lippe eine spezielle Affinität zur Feuerwehr mitbringt. Ina Scharrenbach wies darauf hin, dass die 250.000 Euro an Fördermitteln aus dem Programm Dorferneuerung des Landes NRW gut angelegt und eminent wichtig seien. Auf Talle träfe das zu, was in NRW zahlreiche kleine Feuerwehrstandorte betrifft. Die meist alten Gerätehäuser seien teils marode, teils nicht mehr den heutigen Vorschriften entsprechend und oft für die größer gewordenen Ausmaße der Fahrzeuge einfach zu klein. Neubau nur durch Fördermittel möglich „Das Land hat über 43 Millionen Euro investiert, seit es das Förderprogramm gibt“, sagte sie. „Und das Engagement der Ehrenamtlichen geht in den Orten weit über das Feuerwehrwesen hinaus.“ Das unterstützten auch Bürgermeister Mario Hecker und Bauamtsleiterin Ewa Herrmann, die betonten, dass der Neubau ohne Fördermittel nicht hätte realisiert werden können. Architektin Wera Binder aus Lemgo bemerkte, dass der Bau auch für sie eine besondere Aufgabe dargestellt habe. Dann erläuterte sie anhand von alten Fotos und Bauzeichnungen des Neubaus den Anwesenden das großzügige Konzept, das eine große Fahrzeughalle, einen modernen Sanitärbereich, Aufenthaltsräume und getrennte Ein- und Ausfahrten für Autos und Einsatzfahrzeuge enthält. Dem schloss sich ein Rundgang durch die Räumlichkeiten an, denen man ansah, dass noch viel Arbeit vor den Handwerkern liegt. Eine tolle Idee konnten Bürgermeister Hecker, Ministerin Scharrenbach und der ehemalige Löschgruppenführer Herbert Bröker der Öffentlichkeit zeigen. An der Außenfront des Gebäudes wartete ein Wandrelief von 1982, übernommen aus dem alten Feuerwehrgerätehaus und noch hinter einer Kalletaler Flagge verborgen, auf seine Enthüllung. Nach diesem vorläufigen Höhepunkt gab es die Gelegenheit, den Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und vielen anregenden Gesprächen im Baustellencafé fortzusetzen.