LZ-Leser Philip Marx hat diese Szene in Lemgo fotografiert. Am Regenstorplatz in Lemgo geht das Wasser bis über die Kennzeichen. Die Polizei bittet, dort parkende Autos wegzufahren. - © Philip Marx

Kreis Lippe
Tief "Axel" trifft besonders Lemgo: Schafe ertrinken am Schloss Brake

LZ-Leser Philip Marx hat diese Szene in Lemgo fotografiert. Am Regenstorplatz in Lemgo geht das Wasser bis über die Kennzeichen. Die Polizei bittet, dort parkende Autos wegzufahren. (© Philip Marx)

Kreis Lippe. Tief "Axel" hat mit voller Härte Lippe getroffen. Gewitter mit Starkregen halten im gesamten Kreisgebiet die Einsatzkräfte nach wie vor auf Trab. Die Unwetterwarnung bleibt auch für den Dienstag bestehen.

Im Laufe des Tages rechnet der DWD weiterhin mit Dauerregen und Unwettern. Bis 15 Uhr gilt noch die Warnstufe Rot vor Starkregen. Nach und nach sollen die Regenwolken dann aber in Richtung Süddeutschland weiterziehen. Wirklich trocken soll es erst ab dem späten Abend werden.

Gesperrte Straßen

Mehrere Straßen sind auch am Dienstagabend noch wegen des Unwetters gesperrt. Dazu zählen der Lönsweg in Lage, die Büllinghauser zwischen Lieme und Hörstmar, die Bielefelder Straße in Lieme und die Sylbacher Straße in Bad Salzuflen-Grastrup.

 Zu Schwierigkeiten kam es im Laufe des Tages auf der B66 im Bereich der Ortsdurchfahrt Dörentrup-Bega, der Liemer Straße in Lage-Hagen und der Hauptstraße in Wöbbel.

Fotostrecke: Unwetter hinterlässt Spuren in Lippe


Diverse Straßen waren auch in Extertal und Kalletal dicht. Um die Straße Geröll und Schlamm wegzuschaffen, war auch der Landesbetrieb Straßen.NRW im Einsatz. "Dazu haben wir unter anderem einen Schneelader vor einen Lkw gespannt", sagt Sprecher Sven Johanning.

Erst wenn die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind, werde man dazu kommen, zu prüfen, wie sich das Unwetter auf die Gauseköte ausgewirkt hat. Die Verbindungsstraße zwischen Kohlstädt und Berlebeck ist seit mehreren Wochen gesperrt, ein Erdrutsch droht dort.

Hier hat "Axel" Spuren hinterlassen

Lemgo

Die Stadt Lemgo gibt nach dem Starkregen vorsichtig Entwarnung. Der Pegelstand an der Vogelhorster Straße, als eine Art Früherkennungssystem für drohende Hochwasser in der Innenstadt, sei bereits merklich zurückgegangen. Das sagt Karl-Heinz Mense, Pressesprecher der Stadt, am Dienstagmittag. Die nahe an der Bega gelegenen Parkplätze am Amtsgericht und an der Regenstorstraße, die am Dienstagmorgen geräumt und gesperrt worden waren, sind am Abend wieder freigegeben worden.

Tierrettung: Die Feuerwehr versucht am Bierweg hinter

dem Braker Schloss möglichst viele Schafe aus den Fluten zu fischen. Vermutlich

knapp 30 Tiere werden jedoch von den Wassermassen mitgerissen und ertrinken. - © Freiwillige Feuerwehr Lemgo
Tierrettung: Die Feuerwehr versucht am Bierweg hinter dem Braker Schloss möglichst viele Schafe aus den Fluten zu fischen. Vermutlich knapp 30 Tiere werden jedoch von den Wassermassen mitgerissen und ertrinken. (© Freiwillige Feuerwehr Lemgo)

Dramatisch war der Hochwasser-Einsatz der Lemgoer Feuerwehr am Bierweg hinter dem Schloss Brake. Nach Angaben von Feuerwehr-Chef Klaus Wegener sind auf den dortigen Wiesen Schafe in den Fluten ertrunken. Nur 10 von 36 Tieren konnten von der Tauchergruppe der Lemgoer Feuerwehr gerettet werden. Diese war eigens mit einer sogenannten Strömungsrettung-Ausrüstung ins Wasser gegangen, um sich zur Not aus dem Halteseil ausklingen zu können. Mit Wathosen konnten die Einsatzkräfte nämlich nicht zu den im Wasser schwimmenden Schafen vordringen, da die Bega das Areal bereits brusthoch unter Wasser gesetzt hatte.

Wassermassen stürzen in einen Gulli am Regenstorplatz hinunter. - © Till Brand
Wassermassen stürzen in einen Gulli am Regenstorplatz hinunter. (© Till Brand)


Warum die Lage in Lemgo besonders drückt, zeigt ein Blick auf die Karte: Wenn die Bega aus Richtung Dörentrup nach Lemgo hineinfließt, führt sie Wasser von einem 170 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet mit sich. Die Lemgoer Innenstadt ist ein Nadelöhr, an dem die Bega vorbei muss. Dabei sind seit Jahren Umbauarbeiten im Gange, die die Stadt vor Hochwasser schützen sollen.

Nach Angaben von Immo Henneberg steht die Bega-Aue zwischen Lemgo, über Dörentrup nach Barntrup größtenteils unter Wasser, da sie das natürliche Überschwemmungsgebiet des Flusses sei. In Brake waren am Montag 75 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, für den Westen Lemgos schätzt Feuerwehrchef Klaus Wegener die Zahl sogar noch höher. Zum Einsatz kam erstmals die neue Sandsackfüllmaschine der Lemgoer Feuerwehr. Weil so viel zu tun war, konnten sich die Einsatzkräfte mit "Kleinigkeiten" gar nicht mehr beschäftigten. Keller, die zwei bis drei Zentimeter unter Wasser standen, musste die Feuerwehr links liegen lassen.

Am Begabeach versammelten viele Lemgoer auf der Brücke, um die die schäumenden Fluten der Bega abzulichten.

Insgesamt gab es bislang rund 60 Einsätze in Lemgo - vor allem in der Kernstadt, aber auch in Brake, Voßheide, Entrup/Leese, Hörstmar und Voßheide.

Detmold

Zwischen Detmold und Lemgo war am Montagabend auf der B 238 zeitweise kein Durchkommen. „Zwischen Klüt und Loßbruch ist viel Geröll auf die Straße gerutscht", sagt Michael Hose von der Polizei-Leitstelle. Zu 25 Einsätzen wurde die Detmolder Wehr am Abend gerufen. Wegen eines Autofahrers, der die Wasserfläche falsch einschätzte und stecken blieb, wurde die Abbiegespur der Ernst-Hilker-Straße in Fahrtrichtung Lemgo gesperrt.



Horn-Bad Meinberg

„Das Unwetter hat auch das östliche Horn-Bad Meinberg stark getroffen", berichtet Pressesprecher der Feuerwehr, Claus R. Müther. Um 21.30 Uhr gingen laut Müthers Aussage die ersten Notrufe ein. In der Nacht gab es bis zu 100 Einsatzstellen. Die Einsatzstellen lagen überwiegend in den Ortschaften Belle,Vahlhausen und Leopoldstal, im Westen blieb es eher ruhig. Neben überfluteten Kellern mussten sich die rund 130 Einsatzkräfte auch um verschlammte Straßen kümmern. Aufgrund der vielen Einsätze wurden alle verfügbaren Feuewehrkräfte nicht nur über die Pieper, sondern auch über die Sirenen alarmiert. „Sämtliche verfügbare Bagger und Radlager aus dem Baubetriebshof kamen zum Einsatz, da die Feuerwehrkräfte alleine mit Schippen und Besen nicht viel ausrichten konnte."

Der Niederbeller Bach hat eine Breite von 50 Metern und eine Tiefe von einem Meter erreicht. 15 Häuser sind vom Hochwasser bedroht, Personen sind nicht in Gefahr. Die Einsatzlage entspanne sich.

Schlamm und Steine wurden in die Becken des Waldfreibades

Belle in Horn-Bad Meinberg gespült. - © Tanja Watermann
Schlamm und Steine wurden in die Becken des Waldfreibades Belle in Horn-Bad Meinberg gespült. (© Tanja Watermann)


Auch das Waldfreibad Bad Meinberg wurde durch das Unwetter verwüstet. Schlamm und Steine wurden von den Wassermassen mitgerissen und liefen in die Becken. Peter Radszuweit, Vorsitzender des Freibadvereins, hat so einen Zustand in 20 Jahren Vorstandstätigkeit noch nicht erlebt. Die Feuerwehr war am Dienstagmorgen schon im Einsatz, jedoch bittet der Freibadverein die Bürger um Unterstützung bei den Aufräumarbeiten.

Lage

Vermutlich spielte das Unwetter auch eine Rolle bei einem Unfall in Lage-Müssen: Dort überschlug sich der Fahrer eines Seat auf der Breitenheider Straße und wurde in seinem Wagen eingeklemmt. Er kam schwer verletzt ins Klinikum.

Dörentrup

In Bega ist der Ortskern rund um die Kirche überschwemmt. Das THW Lemgo ist vor Ort mit Pumpen im Einsatz.

In Hillentrup schlug am Montag ein Blitz in das Dach eines Wohnhauses ein und setzte die Styropor-Dämmung im Dachstuhl in Brand. Die Dörentruper Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Hauptstraße wurde für die Löscharbeiten gesperrt, verletzt wurde niemand.

Auf der Industriestraße vor der Firma Veolia in Humfeld stehen zentimeterhoch Wasser und Schlamm. - © Nadine Uphoff
Auf der Industriestraße vor der Firma Veolia in Humfeld stehen zentimeterhoch Wasser und Schlamm. (© Nadine Uphoff)


Das Unwetter hatte zudem unter anderem in Humfeld und Farmbeck Straßen und Wege mit Wasser und Schlamm überflutet. Am Dienstagmorgen stand in Humfeld noch ein Firmengelände an der Industriestraße unter Wasser. Der Starkregen hatte Schlamm von einem Feld über B66 angeschwemmt.

Die Bundesstraße 66 wurde am Montagabend bereits gegen 22 Uhr zwischen Dörentrup-Zentrum und Humfeld gesperrt, weil Schlamm auf die Fahrbahn schwemmte.

Kalletal

Einsatz am Altenheim Rose: Dort läuft der Keller mit Wasser voll. Weitere kleine Einsätze meldet die Feuerwehr aus Langenholzhausen.

Auch am Altenheim "Die Rose im Kalletal" kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Überschwemmungen. - © Feuerwehr Kalletal
Auch am Altenheim "Die Rose im Kalletal" kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Überschwemmungen. (© Feuerwehr Kalletal)


Schieder-Schwalenberg

In Schieder-Schwalenberg gab es in der Nacht zwei Einsatz-Schwerpunkte, wie Mike Mundhenke, Leiter der Feuerwehr Schieder-Schwalenberg, mitteilt. Zum einen hatte sich das Regenwasser am Schloss in Wöbbel hinter der Schlossmauer gestaut und sorgte für einen massiven Feuerwehreinsatz. Zum anderen standen auch im Ort Wöbbel mehrere Keller durch den Regen unter Wasser. Über die Straße rutschende Felder machten ein Durchkommen an der Hauptstraße in Wöbbel und der Blomberger Straße unmöglich. Beide Straßen waren so stark von Erdmassen verschmutzt, dass diese während der Einsätze gesperrt wurden.

Auch im Freibad Schieder-Schwalenberg wurde das Gelände vom Regen geflutet. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass das Schmutzwasser aus der Kanalisation in die Schwimmbecken lief. Jedoch wurde auch hier verschmutztes Regenwasser in die Becken gespült.

Es waren circa 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz, die etwa 30 Einsatzstellen abarbeiteten. Die gesamte Einheit wurde über die Pieper zusammengezogen - in Wöbbel wurden die Einsatzkräfte zusätzlich über die Sirenen alarmiert.

Oerlinghausen

Zu elf Einsätzen rückte die Feuerwehr in Oerlinghausen aus. Vor allem in Lipperreihe und der Südstadt war ihre Hilfe notwendig. Am Menkhauser Weg lief ein Keller voll, in dem Heizöltanks lagerten. In der Theodor-Heuss-Straße drückte das Wasser von unten in die Kellerräume von gleich vier Reihenhäusern. Die Straße Hellweg musste in der Höhe des Bartholdskruges durch die Einsatzkräfte von Schlamm befreit werden, der von den umliegenden Feldern auf die Straße gespült wurde. Hierzu wurde für dreißig Minuten die Straße gesperrt.

Weitere Einsatzstellen befanden sich in den Straßen Akazienkamp, Alter Mühlenweg, Am Brinkhof und Brandsheide. Insgesamt befanden sich 47 Feuerwehrleute bis etwa 23 Uhr im Einsatz.

Lügde

Der Löschzug Lügde wurde zu einem Wasserschaden in die Straße "An der Gärtnerei" alarmiert. Aufgrund von Starkregen war der Schledenbach über das Ufer getreten und drohte in eine Fußgängerunterführung zu fließen. In kürzester Zeit kamen weitere Einsatzstellen durch den anhaltenden Starkregen hinzu, hierdurch wurden weitere Kräfte der Feuerwehr Lügde alarmiert.

In Lügde ist durch die anhaltenden Regenfälle die Emmer sehr stark angestiegen. Laut Feuerwehr wurde davon ausgegangen, dass zu Spitzenzeiten 120 Kubikmeter die Sekunde durch das Nadelöhr der Stadt Lügde fließen werden. Damit wurde die zweithöchste Warnstufe ausgelöst und der Stab für außergewöhnliche Ereignisse Stadt Lügde gebildet.

Die Feuerwache Lügde wurde zur Kommunikation besetzt, zusätzlich wurden die Spundwände an der Feuerwache eingebaut. Der Bauhof der Stadt Lügde hat im weiteren Verlauf die Spundwände am Kriegerdenkmahl und im Emmerauenpark montiert. Wachbereitschaft und der Stab wurden gegen
16.30 Uhr aufgelöst.

Bad Salzuflen

Ein großes Grundstück samt Wohnhaus und Kfz-Werkstatt haben Helfer in Ehrsen-Breden bei Bad Salzuflen von einer Schlammwüste befreit. „Mein Grundstück ist offenbar das Regenrückhaltebecken für das Dorf", sagt Inhaber Gerhard Adrians.

Warum hat die Schlammlawine sein Grundstück heimgesucht? „Zum Einen wirkt die umgestaltete Breder Straße wie ein Trichter, zum Anderen ist der Ehrser Bach hier auf fast 80 Metern verrohrt. Deswegen sind wir schon vergangenes Jahr abgesoffen, aber so schlimm wie jetzt ist es noch nie gewesen." Zum Glück sei er vor kurzem nach Kalletal-Valdorf gezogen. „In meinem ehemaligen Wohnhaus stand der Schlamm 40 Zentimeter hoch."

Mit schwerem Gerät wie einem Mini-Bagger, einem Traktor und einem Gabelstapler, aber auch mit viel körperlichem Einsatz hätten die neun Helfer das Anwesen bis Dienstagnachmittag einigermaßen vom Schlamm befreien können. „Für die Zukunft erhoffe ich mir, dass vielleicht der Bach offengelegt wird, dass das nicht mehr passiert", sagt Adrians. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung hätte sich das Malheur bereits angesehen.

Überflutungen in ganz OWL

Auf der A44 kam es in der Nacht gleich zu mehreren Unfällen. Wie ein Sprecher der Polizei Bielefeld mitteilte, gerieten auf der Autobahn mehrere Fahrzeuge wegen des Starkregens ins Schleudern - eine Person wurde leicht verletzt.

Bielefeld: Brake hat es laut Feuerwehr am häresten getroffen, dort war am Montagabend ein ganzer Straßenzug überflutet, nach Stieghorst rückte die Feuerwehr aufgrund eines Dachstuhlbrandes aus - dort ist ein Blitz eingeschlagen.

Auch die A2 wurde zwischen dem Kreuz Bielefeld-Süd und der Abfahrt Ostwestfalen am Montagabend stark erwischt, der Verkehr lief zwischenzeitlich nur noch sehr langsam voran und einige Autos schleuderten durch Aquaplaning quer. Hauptverkehrsachsen wie die Lagesche Straße, die Oerlinghauser Straße sowie die Paderborner Landstraße mussten wegen Überflutungen am Abend teils oder komplett gesperrt werden. Auf der Lageschen Straße kam es mutmaßlich wegen der widrigen Verhältnisse zunächst noch zu zwei Unfällen mit Blechschäden, ehe die Straße dicht gemacht wurde.

Kreis Herford: 19 Mal mussten die Feuerwehren im Kreis Herford bis Dienstagnacht ausrücken. Besonders betroffen war der Herforder Süden. Eine Straße musste wegen einer Überschwemmung gesperrt werden. Im Stadtteil Laar schwemmte der Starkregen an der Straße Im Brakensiek Schlamm von einem Feld in zwei Wohnhäuser.

Kreis Paderborn: Zunächst sah es so aus, als könnte auch die Aufstiegsfeier des SC Paderborn von einem Unwetter gestört werden. Zum Glück schwächte sich das Gewitter etwas ab und die Fans konnten, wenn auch im strömenden Regen, ihre Mannschaft feiern. Doch es regnete weiter. Allein in der Paderborner Innenstadt fielen von Montagabend bis 8 Uhr am Dienstagmorgen allein 54 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, und örtlich waren es noch deutlich mehr, was besonders die Einsatzkräfte in Delbrück zu spüren bekamen. 160 Kräfte rückten dort bis Mitternacht zu 41 Einsätzen aus.

Kreis Höxter: Andauernde heftige Niederschläge zogen in den Abendstunden auch durch den Kreis Höxter, etwa über Steinheim und Nieheim bis nach Brakel und Bad Driburg. Die Feuerwehren zählten bis Dienstagmorgen über 30 Einsätze wegen überfluteter Keller und Straßen.

Als besonders schwierig erwies sich die Situation in einer Reithalle in Steinheim. Dort standen 30 Pferde in 30 bis 40 Zentimeter tiefem Wasser.

Zwischen Peckelsheim und Schweckhausen war die Landstraße stundenlang gesperrt, nachdem sie von Schlammassen überspült worden war.

Kreis Minden-Lübbecke: Im Norden von OWL bildeten sich meist nur kleinere Schauer, der Kreis wurde weniger stark getroffen.

Kreis Gütersloh: Auch der Kreis Gütersloh bekam zum Großteil "nur" Regen ab. Gerade die westlichen Gebiete wie Rheda-Wiedenbrück und Harsewinkel bemerkten von der Gewitterlage vergleichsweise wenig.

Auch im Rest Deutschlands hat das Tief mitunter schwere Schäden verursacht. In Baden-Württemberg galt eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Großteil des Landes noch bis Mittwochmorgen (Stufe 3). Für den Südosten wurde sogar vor extremem Unwetter (Stufe 4) gewarnt. Nach dem kurzen, aber heftigen Gewitter am Montagabend in Berlin und dem Ausnahmezustand bei der Berliner Feuerwehr hat sich die Lage in der Hauptstadt dagegegen vorerst entspannt.

Information

Erste Bilanz

Die Einsatzleitung des Kreises Lippe meldet zwischen Montagnachmittag und Dienstagmorgen etwa 350 unwetterbedingte Einsätze. Alle 16 lippische Feuerwehren waren im Einsatz oder sind es zum Teil immer noch. Hinzu kam Verstärkung von Einheiten aus den Kreisen Hameln-Pyrmont und Schaumburg. Auch das Technische Hilfswerk, Mitarbeiter des Bevölkerungsschutzes und der DRK Versorgungsdienst Detmold rückten aus - insgesamt waren in Lippe 942 Einsatzkräfte auf den Beinen.

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von Nadine Uphoff, Tilo Sommer, Yvonne Glandien, Till Brand, Katrin Kantelberg und Tanja Watermann

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