Maelzer kritisiert: Kitas müssen auf Tests warten

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Lieferprobleme sollen die Ursache für die noch fehlenden Tests sein. - © David Knapp/dpa
Lieferprobleme sollen die Ursache für die noch fehlenden Tests sein. (© David Knapp/dpa)

Kreis Lippe. Viele Kita-Kinder und Erzieher werden diese Woche vergeblich auf die von NRW-Familienminister Joachim Stamp versprochenen Corona-Schnelltests warten. Der Grund seien Lieferschwierigkeiten. „Damit geht das Testchaos in NRW munter weiter“, ärgert sich der SPD-Landtagsabgeordnete und familienpolitische Sprecher seiner Fraktion, Dennis Maelzer.

Offensichtlich habe für ein solches Szenario kein Plan B vorgelegen“, heißt es in der Pressemitteilung. „Ich kann nicht nachvollziehen, warum man Erziehern, Eltern und Kindern solche Testversprechen macht, wenn diese noch nicht einmal an das Land geliefert wurden“, kritisiert Maelzer. Statt solche immens wichtigen Bausteine zum Schutz in Kitas, Tagespflege und der Jugendhilfe vernünftig zu planen und voranzutreiben, agiere der Familienminister nach dem Motto: „Heute Hü, morgen Hott“.

Belege dafür hat es laut Maelzer in den vergangenen Tagen genug gegeben: „Erst wurden Selbsttests für Kinder in Kitas und Tagespflege von Stamp ganz abgelehnt, dann hatte er zumindest dem Betreuungspersonal – nicht aber den Kindern – drei Tests pro Woche versprochen.“ Nur wenige Tage später sei die Zusage auf zwei Selbsttests die Woche reduziert worden, denn der Familienminister habe freie Kapazitäten gebraucht, um Kindern doch Tests zu ermöglichen. Dabei sei es grundsätzlich richtig, auch Kita-Kinder in die Teststrategie mit einzubeziehen. „Das fordern wir seit Monaten“, erinnert der SPD-Politiker. Maelzer fordert von Familienminister Stamp nicht nur eine nachvollziehbare Teststrategie, sondern auch eine bessere Planung.

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