Lippische Kommunen gehen gemeinsam in Richtung Digitalisierung

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Melanie Koring (Erste Beigeordnete und Kämmerin der Stadt Bad Salzuflen, von links), Lena Sargalski (Strategie, Innovation und Digitalisierung bei der Stadt Bad Salzuflen) und Bürgermeister Dirk Tolkemitt haben den Preis in Berlin stellvertretenden für die Kommunen und den Kreis Lippe entgegengenommen.  - © Konstantin Gastmann
Melanie Koring (Erste Beigeordnete und Kämmerin der Stadt Bad Salzuflen, von links), Lena Sargalski (Strategie, Innovation und Digitalisierung bei der Stadt Bad Salzuflen) und Bürgermeister Dirk Tolkemitt haben den Preis in Berlin stellvertretenden für die Kommunen und den Kreis Lippe entgegengenommen.  (© Konstantin Gastmann)

Kreis Lippe. Die Digitalisierung ist ein Megatrend, der in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens Einzug gefunden hat. Kommunen müssen sich diesen veränderten Bedürfnissen der Bürger annehmen, nachhaltige Strukturen und nutzerzentrierte, digitale Angebote schaffen. Im Kreis Lippe gibt es dafür ein einzigartiges Modell, das jetzt beim eGovernment Wettbewerb 2021 unter der Schirmherrschaft von Kanzleramtschef Helge Braun in Berlin als „bestes Kooperationsprojekt“ ausgezeichnet worden ist.

Anfang 2020 startete im Kreis Lippe auf Initiative der Stadt Detmold eine Kooperation der lippischen Digitalisierungsbeauftragen und Chief Digital Officer (CDOs), um im Bereich Digitalisierung gemeinsam Grundlagen und Mehrwerte für die Städte und Gemeinden und den Kreis zu schaffen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden unterschiedlicher Größenordnung sowie der Kreisverwaltung Lippe funktioniere ohne formelle Strukturen, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Regelmäßig tauschen sich die Digitalisierungsexperten online über aktuelle Projekte, Sachstände und neue Ideen aus. Besonders im Fokus stünden nachhaltige Lösungen, die Mehrwerte für die Einwohner im Kreis Lippe schaffen sollen. Das Urteil der Fachjury: Die Kooperation in Lippe sei in dieser Form einmalig.

Gemeinsame Workshops und Schulungen

Die Verantwortlichen für die Digitalisierung in Lippe machen sich gemeinsam bereit für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, heißt es weiter. Demnach sollen alle Verwaltungsdienstleistungen einer Kommune bis 2022 online angeboten werden. Sie nehmen gemeinsam an Workshops und Schulungen zu relevanten Themen teil und übernehmen Ideen und Vorgehensweisen anderer Städte und Gemeinden.

Projekte, wie die Einführung eines einheitlichen Serviceportals für alle Kommunen oder die Umsetzung digitaler Akten würden gemeinsam vorbereitet, besprochen und umgesetzt. Alle Kommunen profitieren dabei von dem Austausch untereinander und den Erfahrungen der anderen Städte und Gemeinden.

„Die Bürger stehen immer im Mittelpunkt unserer Arbeit“, schreiben die CDOs und Digitalisierungsbeauftragten in einer gemeinsamen Mitteilung. „Es geht darum, ihnen die Vorteile und Möglichkeiten der Digitalisierung zugutekommen zu lassen. Wir möchten ihnen einen einfacheren Zugang zu unseren Dienstleistungen geben und für sie innovative Projekte in unseren Städten und Gemeinden und im Kreis umsetzen. Auf der anderen Seite sind die verbesserten, digitalen Abläufe innerhalb der Verwaltung ein Gewinn für alle.“

Diese Auszeichnung sei Ansporn, vor Ort und im gesamten Kreis Lippe die Digitalisierung mit der Kooperation gemeinsam weiter voranzubringen.

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