Freie Wähler und Aufbruch C fordern Verzicht auf Anglizismen

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Eulen wieder aufbauen: Unfreiwillig komisch werden manche englischsprachige Projektbezeichnungen, wenn man sie ins Deutsche übersetzt. - © Symbolbild Pixabay
Eulen wieder aufbauen: Unfreiwillig komisch werden manche englischsprachige Projektbezeichnungen, wenn man sie ins Deutsche übersetzt. (© Symbolbild Pixabay)

Kreis Lippe. Die Kreistagsfraktion Freie Wähler/Aufbruch C fordert die Kreisverwaltung auf, bei kreiseigenen Projektbezeichnungen aus Gründen der Verständlichkeit auf deutsche Titel zurückzugreifen. Das erklärt die Fraktion in einer Pressemitteilung. So gebe es mittlerweile eine Fülle an Projekten, die unter englischsprachigen Begriffen geführt würden, die schwer verständlich seien, heißt es weiter.

Als Beispiele nennen Freie Wähler und Aufbruch C: Case Management, Evolving Regions, Innovationspin, Kungfu - Kunststoff goes Future, Skillslab, Re-Build-OWL, Rebirth active school – village, Pimp-your-town, Smart country side, Smart Wood Center, SROI – Social Return on Investment, teachwood, Urbanland Sommer, Work & Care.

Die Verständlichkeit bleibt auf der Strecke

Fraktionsvorsitzender Andreas Epp bemängelt insbesondere die Verständlichkeit. „Viele Projekte haben zwar einen sehr positiven Hintergrund, aber versuchen Sie einmal mit Ihrem Nachbarn über diese Titel ins Gespräch zu kommen.“ Es sei nicht nachvollziehbar, warum man bei Projekten in der Region keine ausdrucksstärkeren deutschen Projekttitel nutze. Zudem würden mixsprachige Titel auch für Erheiterung sorgen: „Re-Build OWL“ bedeute wörtlich übersetzt „Eulen wieder aufbauen“.

In einem weiteren Antrag fordert die Fraktion, dass der Kreis sich finanziell an einer Studie beteiligt, die Widuland in Auftrag gegeben hat und die "die ökologische und ökonomische Bewertung der geplanten ICE-Neubaustrecke auf Bad Salzufler Gebiet im Vergleich zum Ausbau der Bestandsstrecke der Deutschen Bahn zu einem weiteren klaren Ergebnis bringen soll". Monika Prüßner-Claus, Kreistagsmitglied und wohnhaft in Bad Salzuflen, betont: „Unsere Fraktion sieht den Touristik-, Wohn- und Wirtschaftsstandort Lippe durch die schweren Eingriffe in Natur und Umwelt als sehr gefährdet an.“ Daher sei auch der Kreis gefordert, sich zu engagieren.

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