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Abschied und Neuanfang

Lippische Landeskirche freut sich über „Glücksfall für Beratungsangebote“

Verabschiedung und Einführung. Mit Präses Michael Keil, Pfarrer Thomas Warnke, Pfarrerin Susanne Eerenstein, Landessuperintendent Dietmar Arends und Kirchenrat Martin Bock. (von links). © Lippische Landeskirche

Kreis Lippe/Detmold. Mit einem festlichen Gottesdienst ist in der Christuskirche Detmold Pfarrer Thomas Warnke in das Amt des Leiters des Evangelischen Beratungszentrums der Lippischen Landeskirche eingeführt worden.

Gleichzeitig wurde Pfarrerin Susanne Eerenstein offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Seit dem Jahr 2017 hatte die 66-jährige Pfarrerin laut Mitteilung der Landeskirche die Leitung des Beratungszentrums inne. „Ein Glücksfall für unsere Kirche und unsere Beratungsangebote“, betonte Landessuperintendent Dietmar Arends im Gottesdienst vor rund 80 Gästen.

Mit Kompetenz und Leidenschaft

„Mit ihrer ganzen Kompetenz und Leidenschaft haben Sie das Beratungszentrum geleitet und weiterentwickelt. Sie haben sich neuen Herausforderungen gestellt und sind den Menschen, die ins Haus kommen, vorurteilsfrei begegnet. Diese große Offenheit macht das Beratungszentrum in besonderer Weise aus.“

Nachfolger von Susanne Eerenstein ist laut Mitteilung Thomas Warnke. Der 59-Jährige sei zuvor Theologischer Kirchenrat der Lippischen Landeskirche gewesen. In dieser Aufgabe habe er in den vergangenen zwei Jahren gute und wichtige Impulse gesetzt, sagte Michael Keil, Präses der Lippischen Landessynode.

Dietmar Arends führte Warnke offiziell in das neue Amt als Leiter des Evangelischen Beratungszentrums ein: „Thomas Warnke habe mit seiner Bewerbung einen mutigen Schritt getan. Doch habe er sich dies reiflich überlegt und seine Vorstellung habe absolut überzeugt.“

„Thomas Warnke ist Theologe, Supervisor, systemischer Berater und Therapeut. Er leitet das Evangelische Beratungszentrum mit 15 Mitarbeitern am Hauptsitz in Detmold sowie in Außenstellen in Bad Salzuflen und Barntrup seit dem 1. Januar. Das Beratungszentrum bietet niedrigschwellig Erziehungs-, Paar-, Lebens- und Schwangerschaftsberatung an. Das Wesen dieser Arbeit – den Menschen in ihren unterschiedlichen Problemlagen zuzuhören, ihnen einen Raum der Ruhe zu verschaffen und sie in einer Beziehung auf Zeit zu begleiten und zu stärken - schilderten die Mitarbeiter im Gottesdienst“, schreibt die Landeskirche.

Arbeit mit langer Tradition

Die lange Tradition dieser Arbeit in der Lippischen Landeskirche beleuchteten Susanne Eerenstein und Thomas Warnke in ihrer gemeinsamen Predigt: Im Jahr 1976 habe das Beratungszentrum seine Arbeit aufgenommen und habe mit dem Heilungsauftrag gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Heute habe das Beratungszentrum in der Seminarstraße eine niedrigschwellige und barrierefreie Beratungsstelle für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Grußworte sprachen Heike Buschmann von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe sowie Rainer Friedrich, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Detmold, die beide jeweils den Dank für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit überbrachten.

Landeskantor KMD Volker Jänig und die Marienkantorei aus Lemgo, Popkantor Matthias Schulze am Klavier und an der Orgel sowie Charlotte Kulow am Saxophon gaben dem Gottesdienst musikalisch die festliche Note.

Die Kollekte des Gottesdienstes in Höhe von 785 Euro geht an das Eltern-Kind-Haus der Fürstin-Pauline-Stiftung.

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