Verbrechen im Rotlichtmilieu? 57-jährige Lagenserin weiter vermisst

Janet König

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- © Symbolbild: Freya Köhring
Polizei (© Symbolbild: Freya Köhring)

Lage/ Stralsund. Es gibt trotz groß angelegter Suchaktion immer noch keine heiße Spur im Fall um die seit dem 16. Januar in Stralsund vermisste Phoosuk Düstersiek aus Lage. Die Polizei vor Ort kann momentan weder ein Gewaltverbrechen noch einen Suizid ausschließen. Der Einsatz von Hubschraubern, Spürhunden und der Wasserpolizei ist erst kürzlich ohne konkretes Ergebnis beendet worden.

Die 57-jährige Prostituierte aus Lage hatte sich nach Angaben eines Polizeisprechers Anfang Januar in Stralsund eine Modellwohnung gemietet, um dort ihrer Tätigkeit nachzugehen. In der nächsten Woche sei die Folgemieterin beim Anblick des Zimmers stutzig geworden, da sich die persönlichen Gegenstände der 57-Jährigen noch in der Wohnung befanden. Der Eigentümer des Objekts habe daraufhin die Polizei verständigt. "Wir haben weder einen Abschiedsbrief noch einen Hinweis gefunden, ob sich die Vermisste freiwillig abgesetzt haben könnte", sagt Claudia Tupeit vom Neubrandenburger Polizeipräsidium.

Parallel sei ihr Verschwinden auch in der Heimat aufgefallen. Ein Angehöriger aus Lage meldete die 57-jährige Lagenserin bei der Kreispolizeibehörde Lippe als vermisst. Er hatte sich Sorgen gemacht, weil er die Lagenserin plötzlich nicht mehr erreichen konnte. Bei der Polizei in Stralsund fügte sich damit das Bild zusammen, dass es sich bei dem Vermisstenfall möglichweise um kein kein freiwilliges Verschwinden handeln könnte.

Inzwischen könne die Polizei auch ein Verbrechen im Rotlichtmilieu nicht mehr ausschließen. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagt Tupeit.

Die Vermisstenmeldung mit Foto der Lagenserin finden Sie hier.

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