Lage-Heiden. Ganze sechs Jahre haben die Heidener auf ihr Dorffest verzichten müssen. Doch dass sie das Feiern nicht verlernt haben, das haben sie am vergangenen Wochenende unter Beweis gestellt. Drei Tage lang Programm im Dorf - den Auftakt zum Festwochenende bildete der große Umzug, bei dem sich unter dem Motto „Heiden wird bunt“ ganze 22 Gruppen in kreativen Kostümen präsentiert haben. „Die Teilnehmerzahl ist in diesem Jahr schon rekordverdächtig“, freute sich Heinz Tölle, seit 24 Jahren Vorsitzender der „Aktionsgemeinschaft Heiden“. Er hat schon so manche Umzüge organisiert und mitgemacht hat. „Die Vorfreude im Dorf war riesig“, sagte er, denn schließlich sei das letzte angedachte Dorffest, das stets im Drei-Jahres-Rhythmus stattfinde, der Pandemie zum Opfer gefallen. „Das Organisationsteam hat viel Arbeit in die Vorbereitungen gesteckt und daher freuen wir uns natürlich darüber, dass sich so viele Menschen beteiligen.“ Ein Dorf putzt sich raus Und die Beteiligung der Menschen in Heiden, die war am Wochenende und auch schon ein paar Tage zuvor für jeden sichtbar, der durch das kleine Örtchen fuhr – unzählige bunte Girlanden und Luftballons schmückten die Bäume, Sträucher und Zäune am Straßenrand und zeigten somit auch gleich, wie bunt Heiden wirklich ist. Besonders glücklich sei die Aktionsgemeinschaft über den neu gewonnenen Festwirt, die Gaststätte „Kohlpott“, sagte Tölle. Denn ohne einen Festwirt hätte das Fest wohl so nicht stattfinden können. Am frühen Freitagabend ging es dann endlich los: Der wahrlich bunte Umzug setzte sich in Bewegung. Vom Marktplatz aus zogen die Gruppen und Wagen in einem großen Bogen durch das Dorf. Das Ziel: die Festwiese am Freibad. Nicht nur lokale Vereine und Institutionen wie etwa die Freibadinitiative, der Kindergarten oder die Grundschule waren mit dabei, sondern auch Karnevalsgesellschaften aus Lage und Voßheide. Bunte Luftballons, Seifenblasen, liebevoll gestaltete Wagen, tolle Kostüme und prall gefüllte Taschen mit Kamellen rundeten den Umzug ab und sorgten bei den zahlreichen Schaulustigen für strahlende Gesichter. Sowohl der Freitagabend als auch der Samstag standen dann ganz im Zeichen der Geselligkeit und des gemeinsamen Feierns auf der Festwiese. Der Sonntag sollte dann als einziger der drei Tage ohne Festwirt auskommen. Dieser Tag sollte komplett von den Vereinen des Ortsteils gestaltet werden, die sich bei dieser Gelegenheit präsentieren konnten, erklärte Tölle. Mit einer Vereinsmeile, einem Kaffee-Klatsch, einem tollen Kinderprogramm und einer attraktiven Tombola hat die Aktionsgemeinschaft so das Fest am Sonntag ausklingen lassen.