"Gesundheitskiosk" geht in Hörstmar an den Start

veröffentlicht

  • 0
Emma Smoljanow (links) und Andrea Kästing informieren rund um das Thema Gesundheit. - © Adeline Ens
Emma Smoljanow (links) und Andrea Kästing informieren rund um das Thema Gesundheit. (© Adeline Ens)

Lemgo. Mit der Eröffnung des Gesundheitskiosks im Dorfbegegnungszentrum in Hörstmar geht die Alte Hansestadt Lemgo einen neuen und im Bundesvergleich innovativen Weg zur Unterstützung der Gesundheitsversorgung in Ortsteilen ohne Hausarztpraxis, Apotheke oder andere Gesundheitsdienstleister.

Dreh- und Angelpunkt des auf zwei Jahre ausgelegten EU-Förderprojektes ist ein sogenannter Gesundheitskiosk in einem Raum des Dorfbegegnungszentrums, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

Helfen und informieren

Zwei Pflegefachkräfte in Teilzeit, Emma Smoljanow aus dem Klinikum Lippe und Andrea Kästing vom Pflegedienst Diakonie ambulant, informieren werktags stundenweise zu verschiedenen Anliegen rund um das Thema Gesundheit. Das könne der Umgang mit im Internet verfügbaren Gesundheitsinformationen sein oder aber die eigene akute oder chronische Erkrankung, schreibt die Stadt weiter. Auch Fragen nach unterschiedlichen Zuständigkeiten im Gesundheitswesen würden hier beantwortet.

Darüber hinaus unterstützen die Mitarbeiterinnen bei Antragstellungen im Zusammenhang mit Kranken- und Pflegekassen, aber auch bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises.„Das Angebot richtet sich an alle Bürger von Hörstmar –ohne Altersbeschränkung", wird Bürgermeister Markus Baier zitiert. „Sie sind die Experten für Hörstmar, unsere Projektpartner Diakonie ambulant und Klinikum Lippe verfügen über umfassende Kenntnisse im Gesundheitswesen – und sind diesbezüglich breit aufgestellt – das gilt es zusammenzubringen".

Das Förderprojekt läuft bis Juni 2023. Bis dahin sollen auch Möglichkeiten zur Unterstützung der Hausärzte über die Mitarbeiterinnen des Kiosks diskutiert und erprobt werden; auch durch die Nutzung telemedizinischer Anwendungen. In einem gemeinsamen Entwicklungsschritt unter Beteiligung der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der niedergelassenen Ärzteschaft könnten die technischen Innovationen dann da ankommen, wo sie dringend gebraucht werden: in ländlichen Regionen und Ortsteilen.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2021
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare