Schloss Brake war "in Feierlaune"

Karin Laqua

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Romantisch und abenteuerlich: Kanufahren auf dem Burggraben. Der „Tag der Weserrenaissance“ war ein voller Erfolg. - © Silvia Hermann
Romantisch und abenteuerlich: Kanufahren auf dem Burggraben. Der „Tag der Weserrenaissance“ war ein voller Erfolg. (© Silvia Hermann)

Lemgo-Brake. "Ein Schloss in Feierlaune": 2830 Besucher waren laut Bericht des Landesverbands beim "Tag der Weserrenaissance“ am Sonntag am Schloss Brake dabei. Das Programm des Familientags war vielfältig und hatte vielfach einen Bezug zur Weserrenaissance. Wer Lust hatte, konnte im Kanu um das eindrucksvolle Schloss Brake schippern oder auf einem elektrischen Dromedar Rodeo reiten. Denn tatsächlich gab es vor 400 Jahren zu Zeiten von Graf Simon VI. zur Lippe drei lebende Dromedar am Hofe.

"Tosenden Beifall gab es unter anderem für die Darbietungen des Tanz Treffs Hey, für die Musikschule Lemgo inklusive Bigband sowie Flöten- und Krummhorn-Ensemble. Auch die Pia-Nino-Kinderband sorgte für beste Stimmung", heißt es in dem Bericht weiter. Die Kids konnten sich auf einer Ritter-Hüpfburg austoben, Fußball-Dart spielen, mit Riesenbauklötzen ein eigenes Schloss bauen.

Kostümbildnerin Marja Kettner im nachgeschneiderten Gewand eine adeligen Dame aus der Zeit der Weserrenaissance. - © Silvia Hermann
Kostümbildnerin Marja Kettner im nachgeschneiderten Gewand eine adeligen Dame aus der Zeit der Weserrenaissance. (© Silvia Hermann)

Weserrenaisance zum Anfassen

Mit von der Partie waren auch die Jugendabteilungen des Technischen Hilfswerks mit einem großen Einsatzwagen und Mitmach-Aktionen. Für Aufsehen sorgten die Walking-Acts der Karla-Raveh-Gesamtschule. Mehrere Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle von Graf Simon VI., seiner Frau Elisabeth und ihren zehn Kindern, die vor gut 400 Jahren im Schloss Brake gelebt haben. Unterhaltsam plauderten sie gemeinsam mit Schauspielern des Landestheaters Detmold aus dem Leben zu Zeiten der Weserrenaissance.

Ferner bot das Museum im Halbstunden-Takt Kurzführungen durch die Dauerausstellung an und lud dazu ein, sich in nachgeschneiderte Renaissance-Kostüme zu hüllen.

Förderung und Sponsoring machen es möglich

Generell geht es dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake und dem Lippischen Heimatbund laut Mitteilung darum, gerade junge Menschen für das Thema Weserrenaissance zu begeistern. Gemeinsam mit dem Kulturkreis der Weserrenaissance und der Stiftung Eben-Ezer verfolgen sie intensiv dieses Ziel, und zwar im Rahmen des vom NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung geförderten Projekts „Gesichter der Weserrenaissance“. Das Familienfest war ein wichtiger Bestandteil dessen. Unterstützt wurde es zusätzlich von der Lippischen Landesbrandversicherung AG, wie es abschließend heißt.

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