Lemgo. Es läuft gut – aber es laufen noch nicht so viele wie geplant: Die elektrischen Stadtbusse sind seit Anfang Dezember im Einsatz, und die Stadtwerke Lemgo ziehen ein erstes positives Zwischenfazit. Die bisher eingesetzten E-Busse sind nach Angaben von Stadtwerke-Pressesprecherin Maren Staczan im Betrieb „sehr zuverlässig, trotz der Kälte. Die Kapazität der Akkus sind bei der aktuellen Witterung ausreichend, so dass wir da keine Ausfälle haben.“ Allerdings rollen entgegen den Planungen noch nicht alle 14 E-Busse. Seit dem Kläschen-Wochenende sind vier E-Busse im Einsatz, die restlichen Elektrofahrzeuge sollten die bisherigen Dieselbusse bis zur ersten Januarwoche komplett ersetzt haben. Das hat nicht ganz geklappt. Nun sollen die weiteren E-Busse im Laufe des Januars in Betrieb gehen. Sie sind zwar inzwischen in Lemgo eingetroffen, müssen aber noch technisch bestückt und für den Einsatz im Linienbetrieb vorbereitet werden. So werden die Fahrkartenautomaten eingebaut, und die Busse werden beklebt. „Deswegen können sie nicht direkt nach Ankunft losfahren“, so Staczan. Dass das alles etwas länger dauert, hat nach ihren Angaben verschiedene Gründe, etwa krankheitsbedingte Ausfälle und das Wetter. Störung bei Verspätungsanzeige Nichts mit dem Elektroantrieb zu tun haben die Probleme, die es am Samstag auf der Linie 2 gab. So wunderten sich Fahrgäste, dass der Bus nicht wie vorgesehen um 14.29 ab Matorf fuhr. Grund für die Probleme war Maren Staczan zufolge, dass ein Bus bei der Fahrt um 13.45 Uhr ab Treffpunkt in Richtung Stucken eine Betriebsstörung an der Leggestraße hatte. „Die Fahrt konnte erst gegen 14.20 Uhr fortgesetzt werden. In der Folge war die Fahrt so verspätet, dass die Folgefahrt um 14.29 Uhr ab Matorf nicht durchgeführt werden konnte und betriebsbedingt ausfiel“, informiert die Stadtwerke-Sprecherin. Unpraktisch für Fahrgäste in dieser und anderen Situationen: Gleichzeitig ist seit einiger Zeit die Verspätungsanzeige ausgefallen, die über die Internetseite stadtbus.lemgo-digital.de oder die Lemgo-App aufgerufen werden kann. Hintergrund ist nach Angaben von Maren Staczan eine technische Störung der Datenschnittstelle. Die Ursache liege aber „nicht in Lemgo oder in der von uns entwickelten Software“, betont Jens-Peter Seick vom Fraunhofer-Institut. Derzeit werde geprüft, wie es weitergeht und ob und wie die Software angepasst werden kann. „Wir arbeiten daran, die Störung zu beheben“, betont Staczan. Weil aber eine geänderte Schnittstelle dazu erforderlich sei, könne es dauern. Sie verweist auf die reguläre elektronische Fahrplanauskunft (etwa über www.stadtbus-lemgo.de), die nicht von der Störung betroffen ist. Hier seien die Echtzeitdaten der Stadtbusse jederzeit abrufbar.