Oerlinghausen. Ein Archiv mit historischen Fotos, Postkarten und sogar Zuckerstückchen, wer hat das schon? Werner Höltke, der vor vielen Jahren für seine Verdienste um die Heimatgeschichte vom Lippischen Heimatbund mit der Lippischen Rose in Silber und 2004 mit dem Horst-Steinkühler-Preis ausgezeichnet wurde, trägt all diese Erinnerungsstücke zusammen. Darunter sind Zeichnungen, die sich auf humorvolle und durchaus auch politische Weise mit dem Hermannsdenkmal und seiner Geschichte beschäftigen. Jenem Denkmal, das in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert. Meiers Erbe „Zeichnungen vom Hermann? Davon habe ich eine Menge“, sagt Werner Höltke. Jahrzehntelang war der mittlerweile 96-jährige Lokalhistoriker mit dem Oerlinghauser Zeichner und Illustrator Ernst Meier befreundet. Meier, der beruflich Mustertextilien von Hand- und Geschirrtüchern für die Firma Weber entwarf, hielt im privaten Umfeld vor allem Szenen seiner Heimatstadt zeichnerisch fest, beschäftigte sich aber eben auch mit dem Hermann und der Frage, wo denn nun die Varusschlacht wirklich stattgefunden hat. So lässt Ernst Meier, der im Jahr 2006 im 98. Lebensjahr starb, Hermann das Detmolder Denkmal nach Kalkriese schleppen. Auch Asterix und Obelix bringt er mit dem Hermannsdenkmal in Verbindung und fügt seinen Zeichnungen, wie im Comic, immer wieder Sprechblasen hinzu. Beispiel: „Asterix und Obelix, ihr habt den Römern zwar viele Steine und Knüppel zwischen die Beine geworfen – aber das reicht nicht, um in Walhalla zu kommen wie ich da oben auf der Grotenburg.“ Oder: „Wer hat nur die blöde Idee gehabt von meinem Umzug nach Kalkriese?“