Schieder-Schwalenberg. Mit großer Betroffenheit hat der Kunstverein Schieder-Schwalenberg vom unerwarteten Tod Helmut Dohrmanns im Alter von 75 Jahren erfahren.
Geboren 1950 in Gyhum bei Worpswede, absolvierte Helmut Dohrmann sein Kunststudium an der Folkwanghochschule Essen. Danach lebte und arbeitete er zunächst im Westerwald und auf der Nordseeinsel Baltrum, bevor er im Jahr 1988 ins Weserbergland nach Meiborssen zog.
Große Ausstrahlung und Tiefe
„Er vermochte es, seinen Werken große Ausstrahlung und Tiefe zu geben. Nicht umsonst waren viele fasziniert von seinen Werken, seinem präzisen Handwerk und seiner großen künstlerischen Begabung. Sein Wissen teilte er gerne, auch in Kursen zu Radierung, Aquarell und Zeichnung. Unter anderem war er in den Jahren 2003 und 2004 als Dozent der Sommerakademie Schwalenberg tätig“, erinnert der Kunstverein in einem Nachruf.
Dohrmanns Werk sei in zahlreichen Ausstellungen regional und überregional zu sehen gewesen. Seine neuesten Werke seien bis zum 25. Januar in der Galerie Bredeney in Essen gezeuigt worden. Thematisch kreisten Dohrmanns Werke nach Angaben des Kunstvereins um die Natur, ihre Vergänglichkeit, die Welt der Bäume, Steine und Felsen. Dabei hätten sich seine naturalistischen Abbildungen zwischen Hyperrealistischem und fast abstrakt Wirkendem bewegt. Seine Gesteinsformationen erinnerten an Nahaufnahmen.
„In der Zeichnung blieb er der präzisen naturalistische Darstellung und seiner Liebe zum Detail treu. Zuletzt war er im vergangenen mit seinen Hecken-Zeichnungen - entstanden in Nieheim und Herefordshire - in der Ausstellung des Kunstvereins ,Das Wispern der Hecken’, vertreten“, erinnert der Verein.