Schlangen und Bad Lippspringe kooperieren beim Thema Trinkwasserversorgung

Klaus Karenfeld

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Die technischen Leiter der Wasserwerke Paderborn und Schlangen, Michael Bernemann (l.) und Robert Göke, planen in Sichtweite zum historischen Grenzstein die Wasserrohrnetze miteinander zu verbinden. - © Klaus Karenfeld
Die technischen Leiter der Wasserwerke Paderborn und Schlangen, Michael Bernemann (l.) und Robert Göke, planen in Sichtweite zum historischen Grenzstein die Wasserrohrnetze miteinander zu verbinden. (© Klaus Karenfeld)

Bad Lippspringe/Schlangen. Die Nachbargemeinden Bad Lippspringe und Schlangen haben eine Wasser-Ehe geschlossen. Über eine neue Leitung sollen bald schon die Wasserversorgungsnetze beider Kommunen miteinander verbunden werden. Gemeinsames Ziel ist es, die Versorgungssicherheit langfristig zu erhöhen. Die Beteiligten sehen im Projekt ein Beispiel für eine funktionierende interkommunale Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg.

„Die extremen Sommer 2018/2019 haben deutlich vor Augen geführt, dass der Klimawandel auch die Wasserversorgung der Kommunen vor neue Herausforderungen stellt", ist Robert Göke, Geschäftsführer der Gemeindewerke Schlangen (GWS), überzeugt.

So wird es auch andernorts gesehen. Es hat deshalb bereits 2019 erste Gespräche zwischen der GWS und den Wasserwerken Paderborn (WWP) gegeben. Die Verhandlungen führten am Ende zum erhofften Ergebnis: Voraussichtlich noch 2020 sollen beide Rohrnetze miteinander verbunden werden.

Verbindungspunkt an der Detmolder Straße

Die dafür notwendige Netzberechnung sei inzwischen abgeschlossen. Untersucht wurde unter anderem auch, wo genau die beiden Rohrnetze idealerweise miteinander verknüpft werden sollten. Und man wurde fündig: „Dieser Verbindungspunkt liegt an der Detmolder Straße in Bad Lippspringe direkt an der Grenze zu Schlangen", sagt Michael Bernemann, Technischer Leiter und Prokurist der Wasserwerke Paderborn.

Und so sehen die weiteren Planungen aus: Nur wenige Meter vom historischen Grenzstein entfernt auf der gegenüber liegenden Seite, soll in den nächsten Monaten eine Übergabestation entstehen.

Technische Umrüstung erforderlich

Die Wassereinspeisung von Bad Lippspringe nach Schlangen würde demzufolge über eine Druckerhöhungsanlage erfolgen. In umgekehrter Richtung wäre der Einbau einer Druckminderungsanlage notwendig. Die technische Umrüstung sei aufgrund der unterschiedlichen Druckverhältnisse in den Netzen und der der Topographie erforderlich.

Wie Bernemann und Göke gemeinsam betonen, haben die Wasserwerke Paderborn und die Gemeindewerke Schlangen zwischenzeitlich eine Vereinbarung über die wasserwirtschaftliche Zusammenarbeit geschlossen. Darin sei geregelt, dass die Bau- und Betriebskosten von beiden Versorgern zu gleichen Teilen übernommen werden. „Da die Anlage auf Bad Lippspringer Gebiet errichtet wird, ist sie Teil unseres Netzes und wird auch von den Wasserwerken Paderborn betrieben", sagt Bernemann.

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