Lauterbach warnt vor Corona-Mutationen – "ein Teufelskreis"

Markus Decker

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Karl Lauterbach (SPD), Gesundheitspolitiker. - © picture alliance/dpa
Karl Lauterbach (SPD), Gesundheitspolitiker. (© picture alliance/dpa)

Berlin. SPD-Gesundheits­experte Karl Lauterbach hat vor der Mutation des Coronavirus, das jetzt in Großbritannien grassiert, und weiteren möglichen Mutationen gewarnt. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass Mutationen die Ansteckungs­gefahr erhöhen", sagte er dieser Redaktion.

„Das ist ein weiterer Grund dafür, dass die zweite Welle nicht so stark werden darf. Je mehr Ansteckungen man zulässt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass noch gefährlichere Mutationen folgen", so Lauterbach.

„Das ist quasi ein Teufelskreis: Mehr Ansteckungen führen zu mehr Mutations­gelegenheiten und damit zu mehr Mutationen. Diese wiederum führen zu mehr Ansteckungen. So geht es dann immer weiter."

Johnson: Um bis zu 70 Prozent ansteckender

Wegen einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien hatte die Regierung zuvor einen neuen Shutdown für die Hauptstadt London verhängt. Die Niederlande wollen Flugpassagiere aus Großbritannien nicht mehr einreisen lassen.

Die kürzlich entdeckte Variante sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, sagte Premierminister Boris Johnson am Samstag vor Journalisten in London. Allerdings gebe es keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe schlechter dagegen wirkten.

Auch in Südafrika wurde kürzlich eine neue Corona-Variante entdeckt. Sie wurde vom Gesundheitsminister des Landes als möglicher Treiber der zweiten Corona-Welle in dem Land bezeichnet.

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