Lippische Landes-Zeitung: Nachrichten aus Lippe, OWL und der Welt

Tourismus in OWL

Spuren der Vergangenheit: Diese historischen Stadtzentren in OWL sollten Sie besuchen

Wer sich für geschichtsträchtige Bauwerke interessiert, wird in den Innenstädten von OWL fündig. © picture alliance / ZB

Die Region OWL wird immer beliebter bei ausländischen Touristen. Das berichtet Teutoburger Wald Tourismus, ein Fachbereich der Ostwestfalenlippe GmbH.

Im Fall der Stadt Warburg sei das vor allem auf den gut erhaltenen Stadtkern zurückzuführen, der mittelalterliche Stadtmauern, Türme und Tore zu bieten hat, erklärt Lucas Lambrecht vom dortigen Stadttourismus.

Doch Warburg ist nicht die einzige Stadt in OWL, die den Flair längst vergangener Tage verströmt. Fans historischer Innenstädte kommen auch andernorts auf ihre Kosten. Wir geben Ihnen einen Überblick darüber, welche Stadtzentren in OWL Sie unbedingt besuchen sollten.

Lemgo im Kreis Lippe

Die "Alte Hansestadt" Lemgo hat einen besonders gut erhaltenen Stadtkern, der vom Reichtum vergangener Tage zeugt. - © neufal54/ Pixabay
Die "Alte Hansestadt" Lemgo hat einen besonders gut erhaltenen Stadtkern, der vom Reichtum vergangener Tage zeugt. (© neufal54/ Pixabay)

Lemgo aus dem Kreis Lippe ist nicht nur für guten Handballsport bekannt, sondern hat auch eine besonders schöne Innenstadt zu bieten. Die Gründung der Stadt 1190 fällt in die Epoche des Hochmittelalters. Von den Bomben des Zweiten Weltkrieges verschont, zeugt der „städtebauliche Gesamtcharakter“ noch heute von der Zeit der Renaissance (etwa 1350 bis 1600 n. Chr.), heißt es auf der Homepage der Stadt. Rund 450 Stadtgebäude stünden unter Denkmalschutz.

Lemgo, informiert der Stadttourismus, war im 14. Jahrhundert Teil der sogenannten Hanse, einem Zusammenschluss von Handelsstädten, der aus einer Gruppierung von Kaufleuten erwachsen war, und wird daher noch heute als „Alte Hansestadt“ bezeichnet. „Auch wenn die Bedeutung der Hanse im Laufe der Jahrhunderte auch in Lemgo abnahm, sieht man noch heute die Spuren der Kultur und des Reichtums, die von der Hanse nach Lemgo gebracht wurden.“

Rietberg im Kreis Gütersloh

Die Stadt Rietberg diente im Mittelalter und der Frühen Neuzeit als Grafschaftsresidenz und glänzt heute vor allem durch restaurierte Fachwerkgebäude. - © picture alliance / Robert B. Fishman
Die Stadt Rietberg diente im Mittelalter und der Frühen Neuzeit als Grafschaftsresidenz und glänzt heute vor allem durch restaurierte Fachwerkgebäude. (© picture alliance / Robert B. Fishman)

Die ehemalige Grafschaftsresidenz Rietberg besteche heutzutage durch „die liebevoll restaurierten Fachwerkgebäude“ und gelte als „Stadt der schönen Giebel“, wirbt die Stadt auf ihrer Homepage. Auch „teutoburgerwald.de“ schwärmt von den Vorzügen der Stadt: „Im historischen Stadtkern treffen Fachwerk, Kopfsteinpflaster und kunstvolle Giebelfassaden auf kleine Boutiquen, Ateliers und gemütliche Cafés.“

Demnach gelten unter anderem das historische Rathaus, als „Mittelpunkt und Wahrzeichen der Stadt“, sowie die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist und das ehemalige Franziskanerkloster mit Klosterkirche als besondere Sehenswürdigkeiten der Innenstadt.

Kreisstadt Paderborn

Historische Mauern, kleine Gassen und ein beeindruckender Dom: Die Kreisstadt Paderborn wartet mit so mancher historischer Sehenswürdigkeit auf. - © picture alliance / Zoonar
Historische Mauern, kleine Gassen und ein beeindruckender Dom: Die Kreisstadt Paderborn wartet mit so mancher historischer Sehenswürdigkeit auf. (© picture alliance / Zoonar)

Paderborn gilt bis heute als „eines der kulturellen und geistigen Zentren der Urlaubsregion Teutoburger Wald“, bewirbt „teutoburgerwald.de“ die Kreisstadt. „Historische Mauern treffen in der Dom- und Universitätsstadt auf studentisches Treiben, kleine Gassen auf belebte Plätze.“

Hervorgehoben werden von der Tourismus-Organisation vor allem der Dom St. Maria, St. Liborius und St. Kilian als „wichtigste Kirche Paderborns“ sowie das Schloss Neuhaus im gleichnamigen Stadtteil.

Die Innenstadt überzeuge insbesondere durch das „filigrane Rathaus der Weserrenaissance“.

Minden im Kreis Minden-Lübbecke

In Minden können Touristen mittelalterliches Flair in Wassernähe genießen. - © picture alliance / imageBROKER
In Minden können Touristen mittelalterliches Flair in Wassernähe genießen. (© picture alliance / imageBROKER)

Die direkt an der Weser liegende Stadt Minden verströmt noch das Gefühl längst vergangener Jahrhunderte. „In den kopfsteingepflasterten kleinen Gassen können Sie sich ins Mittelalter zurückversetzt fühlen“, ist etwa auf der städtischen Homepage zu lesen – in eine Zeit „als hier noch die Handwerker und Krämer in den eng miteinander verbundenen Fachwerkhäusern ihrem Gewerbe nachgingen“.

„teutoburgerwald.de“ zählt den städtischen Dom „mit seiner eindrucksvollen Schatzkammer, das Rathaus mit der ältesten gotischen Laube Westfalens und die Museen rund um den Simeonsplatz“ zu den für Touristen besonders lohnenswerten Zielen.

Das Stadtmarketing Mindens bewirbt zudem stolz das dortige Doppel-Wasserstraßen-Kreuz des Rhein-Weser-Kanals als das größte der Welt.

Kreisstadt Herford

Die Spuren alter Handelshöfe zeugen noch heute vom großen Einfluss, den das Handelszentrum Herford im Mittelalter hatte – weit über die Grenzen Westfalens hinaus. - © picture alliance / imageBROKER
Die Spuren alter Handelshöfe zeugen noch heute vom großen Einfluss, den das Handelszentrum Herford im Mittelalter hatte – weit über die Grenzen Westfalens hinaus. (© picture alliance / imageBROKER)

„Wo die Werre durch breite Auen fließt, hat Herford über die Jahrhunderte seinen ganz eigenen Charakter entwickelt“, heißt es auf „teutoburgerwald.de“ über die Kreisstadt aus OWL. „Rund um den historischen Stadtkern mit alten Villen, gemütlichen Gassen und modernen Gebäuden entsteht so ein abwechslungsreiches und belebtes Stadtbild.“

Wie Lemgo hat auch Herford eine Vergangenheit als Hansestadt und einflussreiches Handelszentrum. Als solches habe die Stadt Beziehungen „weit über Westfalen hinaus“ unterhalten. Noch heute erinnerten Bauwerke „wie die Münsterkirche und die Spuren alter Handelshöfe an die vergangenen Zeiten“.

Der Ursprung der Stadt – vor mehr als 1200 Jahren – gehe auf eines der ältesten Frauenklöster Europas zurück.

Detmold im Kreis Lippe

Detmold hat nicht nur achitektonisch, sondern auch kulturell eine Menge zu bieten. - © picture alliance / ZB
Detmold hat nicht nur achitektonisch, sondern auch kulturell eine Menge zu bieten. (© picture alliance / ZB)

Detmold ist heute vor allem als Sitz der gleichnamigen Bezirksregierung und Kreisverwaltung bekannt. Aber auch als Kulturstadt habe sich die ehemalige Residenz des Fürstentums Lippe einen Namen gemacht, informiert Teutoburger Wald Tourismus – unter anderem wegen des Landestheaters, einer Hochschule für Musik oder der „Parklandschaft Friedrichstal“, die „von der historischen Altstadt bis zu den Inselwiesen beim Freilichtmuseum reicht“.

„Mehr als 700 Baudenkmäler“, informiert die Stadt auf ihrer Homepage, habe Detmold zu bieten. Einen Teil davon können Touristen im Rahmen einer Stadtführung durch die historische Altstadt besichtigen. Diese führt etwa zum Residenzschloss und dem Marktplatz mit der spätgotischen Kirche sowie „an der alten Stadtmauer entlang, durch enge Gassen mit einfachen Fachwerkhäusern und Straßen mit prächtigen geschlossenen Fachwerkzeilen.“

Blomberg im Kreis Lippe

Mehr als schöne Nelkenblüten: Blomberg ist ein lohnenswerter Urlaubsort für Freunde historischer Innenstädte. - © picture alliance / DUMONT Bildarchiv
Mehr als schöne Nelkenblüten: Blomberg ist ein lohnenswerter Urlaubsort für Freunde historischer Innenstädte. (© picture alliance / DUMONT Bildarchiv)

Blomberg – „die Nelkenstadt“ – hat sich das Motto „Natur und Stadt in Harmonie“ zu eigen gemacht. Seit dem Mittelalter, informiert „teutoburgerwald.de“, werden hier Nelken kultiviert, deren Blüten bis in die Gegenwart „Wappen, Brunnen und Straßenfeste“ schmücken.

Aber die Stadt hat nicht nur schöne Blumen vorzuzeigen: „Im historischen Stadtkern der einstigen Residenz der lippischen Landesherren reihen sich über 250 restaurierte Fachwerkhäuser aneinander, dazwischen kleine Plätze, alte Burgmauern und Kopfsteinpflastergassen, die Geschichte greifbar machen“, fasst das Portal zusammen.

Fans historischer Baukunst kämen insbesondere mit dem Martiniturm, Blombergs ältestem Bauwerk, oder dem Niederntor, „dem einzig noch erhaltenen Stadttor in Lippe“, auf ihre Kosten.

Kreisstadt Höxter

Die historische Altstadt von Höxter eignet sich laut Tourismus-Experten besonders gut als Ausgangspunkt, um das Weserbergland zu erkunden. - © picture alliance / imageBROKER
Die historische Altstadt von Höxter eignet sich laut Tourismus-Experten besonders gut als Ausgangspunkt, um das Weserbergland zu erkunden. (© picture alliance / imageBROKER)

Auch Höxter hat als Zentrum des gleichnamigen Landkreises eine historische Altstadt zu bieten. Mit „ihren sorgfältig restaurierten Fachwerkhäusern und Gebäuden der Weserrenaissance“, prägt sie laut „teutoburgerwald.de“ bis heute das Stadtbild. „Kleine Läden, Cafés und regionale Gastronomie“ sorgten zudem für ein „authentisches und einladendes Ambiente“.

Aber auch außerhalb der Innenstadt gibt es demnach viel für Touristen zu entdecken. „Durch die zentrale Lage und die Vielfalt an Übernachtungsbetrieben ist Höxter ein idealer Ausgangspunkt, um Natur und Kultur in der Urlaubsregion Teutoburger Wald und dem Weserbergland zu erleben.“ Der beliebte Weser-Radweg führe zudem direkt durch die Stadt, „und das UNESCO-Welterbe Corvey liegt nur wenige Kilometer entfernt“.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2026
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.