Lübbecke. Hattrick geglückt. Zum dritten Mal in Folge hat Handball-Bundesligist TBV Lemgo Lippe den Spielo-Cup gewonnen. Das 33:30 (18:17) über Bundesligaaufsteiger GWD Minden war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Als bester Torschütze wurde der neue Kreisläufer Joel Willecke geehrt, dem insgesamt 14 Turniertreffer gelangen. Mit insgesamt neun Siegen hat der TBV mit Spielo-Cup-Rekordgewinner TuS N-Lübbecke bei dem seit 1986 ausgetragenen Turnier nun gleich gezogen. Doch damit nicht genug der frohen Kunde. Auch das Team HandbALL gewann den „kleinen Spielo-Cup“ – im Finale mit 34:22 gegen GWD Minden II. Halbfinale, TBV – TuS N-Lübbecke 31:26 Nachdem sich GWD Minden zuvor erst nach zweimaligem Siebenmeterwerfen mit 36:35 gegen die HSG Nordhorn-Lingen ins Endspiel gezittert hatte, bekam auch der TBV den Ehrgeiz eines Zweitligisten zu spüren. 50 Minuten lang hielten die stabil verteidigenden Nettelstedter die Partie offen, dann erst konnte sich der TBV von 23:23 auf 28:24 und 31:25 absetzen. Constantin Möstl zeigte in der Schlussphase mehrfach seine Klasse und vorne sorgte Niels Versteijnen für die entscheidenden Akzente. Die ohne den erkrankten Hendrik Wagner angetretenen Lipper hatten nach einer harten Trainingswoche schwere Beine. Zudem variierte Trainer Kehrmann viel in der Abwehr, wo die drei Neuen Willecke, Nyfjäll und Mudrow viel Einsatzzeit bekamen. TBV: Möstl, Kastelic; Hutecek (2), Theilinger (1), Zehnder (4/4), Mudrow (6), Simak (1), Schagen (n.e.), Carstensen (2), Nyfjäll (1), Suton (3), Willecke (3), Versteijnen (6), Faust (3). Endspiel: TBV – GWD Minden 33:30 Die 2.000-Euro-Siegprämie musste sich der TBV am Sonntagabend schwer verdienen. Zirka 700 Zuschauer in der Merkur-Arena erlebten einen ähnlichen Verlauf wie beim vorherigen Lemgoer Derbysieg gegen den TuS N-Lübbecke, der im Spiel um Platz drei gegen Nordhorn mit 24:33 unterging. Auch GWD ließ sich nicht abhängen und zeigte auch ohne Torjäger Weck offensiv eine ansprechende Leistung. Lemgo agierte auf Außen diesmal mit Zehnder und Schagen. Während in der Abwehr noch viele Wünsche offen blieben, lief das Offensivspiel schon ordentlich. In der 50. Minute stand es noch 27:27 und auch beim 31:30, eineinhalb Minuten vor Schluss, konnte sich der TBV nicht sicher sein. Entscheidend war Kastelic’s Siebenmeterparade gegen Kranzmann. Auf der Gegenseite traf Joel Willecke mit seinem achten Treffer zum 33:30-Endstand. TBV-Trainer Florian Kehrmann sprach von „einem verdienten Sieg, wenngleich es auch ein hartes Stück Arbeit war.“ In der ersten Hälfte vermisste er den Zugriff in der Abwehr. Kehrmann: „Doch in der entscheidenden Phase haben meine Jungs dann die Intensität gezeigt, die es braucht, um dieses Spiel zu gewinnen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Testwochenende in Lübbecke. Wir konnten viel rotieren und ausprobieren, jeder hat seine Spielanteile bekommen und keiner hat sich verletzt.“ In der neuen Woche stehen mit einem Testspiel in Dormagen und der Teilnahme am Wartburg-Cup weitere Standortbestimmungen auf dem Programm. TBV: Möstl, Kastelic; Hutecek (2), Theilinger (2), Zehnder (5/1), Mudrow (4), Simak, Schagen, Carstensen, Nyfjäll (3), Suton (3), Willecke (8), Versteijnen (2), Wagner (4), Faust.