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Kommentar

Kreistag erteilt Stalag-Plänen Absage - Erinnerungsort rückt in weite Ferne

Dass die Gütersloher Kreistags-CDU die Stalag-Pläne durch ihr Veto jetzt zum Erliegen bringt, ist mindestens unglücklich, meint unser Autor.

Der Schaden ist angerichtet. Die Zukunft der Gedenkstätte Stalag 326 im Kreis Gütersloh ist offener denn je. Der Gütersloher Kreistag stellt sich quer – und lehnt die bisherigen Pläne ab. Für die konnten die Befürworter um Landrat Adenauer und Landtagspräsident Kuper am Abend im Kreistag keine Mehrheit finden. Und das, obwohl sie ihre Pläne noch einmal nachgebessert – und Kritikern die Hand gereicht hatten.

Doch die Gütersloher Kreistags-CDU scheint das Projekt in einer Dimension von 64 Millionen Euro und jährlichen Betriebskosten rund um die 4 Millionen Euro an sich abzulehnen. Dass sie in diesen Zeiten das Geld zusammenhalten will, ist verständlich.

Dass sie die Stalag-Pläne durch ihr Veto aber jetzt zum Erliegen bringt, ist mindestens unglücklich. Denn das Projekt wurde über Jahre von zahlreichen Akteuren geplant. Gelder müssten zeitnah beantragt werden. Ob Bund und Land jetzt weiterhin bereit sein werden, Mittel beizusteuern, wenn schon der eigene Kreis das nicht ist, ist ungewiss.

Ein wichtiger Erinnerungsort von bundesweitem Rang in OWL rückt somit vorerst in weite Ferne.

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